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 >  Fundforen > Unbekannte Funde - UFOs (Moderator: MichaelP) > Thema:

 kleines Messingplättchen

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Avatar  kleines Messingplättchen  (Gelesen 350 mal) 0
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(versteckt)Themen Schreiber
#0
20. Oktober 2026, um 08:47:01 Uhr

im Militärcamp Mitte 18. Jh. tauchten bis jetzt vier dieser eventuell Beschlagteile auf. Als mein Kollege letztens das 
fünfte Teil dieser Art fand, wurde es Zeit  das ihr mal ein Blick darauf werft.
Dieses Sechseck hat keine symmetrischen Seiten und ist um 1,1 mm dick, mit plattem Eisenstift mittig.
Ich vermute es stammt von der militärischen Ausrüstung ? 

MfG:)


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100_3273.jpg
100_3274.jpg
100_3275.jpg
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(versteckt)
#1
20. Oktober 2026, um 12:47:36 Uhr

...ich möchte das mal so deuten. Die Unterbekleidung der Soldaten im 17./18.Jhd. bestand im wesentlichen

   aus dem Hemd das fast bis an die Knie reichte. Unterhosen im heutigen Sinne gab es nicht. Die Hemden

   wurden daher zwischen den Beinen hindurchgezogen und erfüllten den Zweck von Gesäß und Intimschutz.

   Die Hemden waren mit einem Stehkragen ausgestattet und wurden brustseitig mit Holz oder Hornknöpfen 

   geschlossen. Die Ärmel waren seit weit geschnitten und an den Handgelenken eng geköpft. Im 18.Jhd. kam

   der sog. Ärmelknopf in Mode. Diese einfachen Vorläufer der späteren Manschettenknöpfe wurden nicht nur

   im zivilen Alltag genutzt sondern auch bei der militärischen Tracht. Bei Offizieren in der entsprechenden wertigen

   Ausführung und bei Unteroffizieren u. Mannschaften in einer einfachen schlichten Ausführung.

   Diese Ärmelknöpfe wurden in der einfachsten Ausführung Rückseitig mit einem S-förmigen Drahthaken versehen.

   Bild 1 zeigt eine Vergrößerung der Rückseite die einen solchen Drahthaken erkennen läßt.

   Möglicherweise handelt es sich bei den Fundstücken um Ärmelknöpfe aus der Zeit.

   Grüsse.   Winken

Hinzugefügt 20. Oktober 2026, um 12:52:55 Uhr:

...hier die Vergrösserung der Rs.

Hinzugefügt 20. Oktober 2026, um 12:58:08 Uhr:

...hier noch ein deutlicheres Foto. Der Haken ist gut erkennbar.


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P1080164.jpg
P1080170.jpg

« Letzte Änderung: 20. Oktober 2026, um 12:58:08 Uhr von (versteckt), Grund: Doppel-Beitrag zusammengefasst »

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(versteckt)
#2
20. Oktober 2026, um 20:23:45 Uhr

hier mal die frühe Form eines Manschettenknopfes (bzw. Ärmelknopf) aus dem 18. Jh., aber mit Motiv vorne

Sie haben nicht die Berechtigung Links zu sehen.
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https://www.ebay.at/itm/233477010869

Angeblich soll Friedrich der Große die Ärmelknöpfe in seiner Armee eingeführt haben, damit seine Soldaten sich ihren Schweiß nicht mehr an den Ärmeln abwischen. Der Knopf sorgte dann für einen Schnitt oder Kratzer. 

Sie haben nicht die Berechtigung Links zu sehen.
Registrieren oder Einlogen
https://stilsicherer.de/der-knopf-am-armel/


Viele Grüße
Jacza

« Letzte Änderung: 20. Oktober 2026, um 20:38:47 Uhr von (versteckt) »

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(versteckt)
#3
21. Oktober 2026, um 01:30:32 Uhr

Abschluss von einen alten Messergriff  ??


Grüße 
Sucher1412

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(versteckt)Themen Schreiber
#4
21. Oktober 2026, um 08:54:24 Uhr

Ärmelknopf sollte durchaus möglich sein, schon vor 1740 bei Wilhelm I. trugen Musketiere, laut Lagerfunden, Ärmelknöpfe an den Hemden. Die waren weitestgehend aus  buntem Glas mit Drahthalterung.
 Das Plättchen kommt auf die Tafel mit Ärmelknöpfen ganz nach oben drauf,
 allerdings wundert es mich bei den zierlichen Glasknöpfen sind viele Draht- Ösen gut erhalten und bei den Messingplättchen sind die Drahthaken alle platt gehämmert ?

Danke für den Gedanken Messergriff- Abschluss

  MfG Smiley

Bild Nr.2 zeigt bunte Glasknöpfe in ein Bataillon von Marwitz.


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Glasknöpfe Marwitz - Kopie.jpg
Ärmelknöpfe .jpg
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(versteckt)
#5
21. Oktober 2026, um 09:35:25 Uhr

Könnte es sich nicht sein, dass die Lötstelle (Reparatur?) fehlerhaft war und daher das Plättchen bei Belastung abgefallen war? Bei Fibeln aus der Merowingerzeit waren Nadelhalter und Nadelrast in vielen Fällen schlecht angelötet worden, so dass sie bei Funden oft ganz fehlen.

LG Jochen Winken

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(versteckt)
#6
21. Oktober 2026, um 11:34:00 Uhr

...Glasknöpfe gehörten ganz sicher nicht zur Ausstattung der einfachen Musketiere. Auch nicht bei den Gardetruppen.

   Das sind alles Eigentumsstücke, also nicht von der Kleiderkammer ! Auch schon im 17./18.Jhd. waren Offz. für

   Ihre Bekleidung u. Ausrüstung in der Beschaffung auf eigene Kosten verpflichtet. 

   Was wirklich auffällig wäre, das bei der sehr grossen Anzahl der Fundknöpfe nur 5 dieser Ärmelknöpfe bisher in

   dem gesamten Areal gefunden wurden. Das sagt eigentlich nur, das sie nicht in grosser Zahl oder Regiments-

   übergreifend in dem betreffendem Zeitraum für Mannschaften zur Verfügung standen.

   Die gezeigten Glasknöpfe genügen m.Mn. nach auch nicht dem Qualitätsanspruch von Offizieren, da müsste

   man mal genauer hinsehen. Der Materialansruch sollte hier schon mindestens Silber u. Halbedelstein gewesen

   sein. Glas und Buntmetall (Modeknöpfe) sehe ich eher bei den beschäftigten Frauen im Lagerbetrieb. 

   Wie dem auch ist, vieles kann nur vermutet werden weil zeitgenössische niedergeschriebene Texte nicht mehr

   vorhanden sind. 

   Grüsse.   Winken

Hinzugefügt 21. Oktober 2026, um 17:04:38 Uhr:

....bei den Knöpfen auf der Tafel sind die meisten aber in typischer Doppelknopf Funktion gefertigt.

    Insgesamt aber sehr schöne zeitgenössische Knöpfe.

« Letzte Änderung: 21. Oktober 2026, um 17:04:38 Uhr von (versteckt), Grund: Doppel-Beitrag zusammengefasst »

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(versteckt)Themen Schreiber
#7
21. Oktober 2026, um 19:02:26 Uhr

noch mal alle Ärmelknöpfe in Größe und Machart mit den Messingplättchen verglichen, das Plättchen ist als Knopf
zu groß und würde mit der drübergezogenen Jacke kollidieren .
Sehe das Plättchen nun doch als Messergriff Ende an. Erstaunlich alle hatten die selben Abmessungen und waren
leicht asymmetrisch. Zwei  Stück konnte ich Dragonern zuordnen, Eins lag am Querweg zwischen den Linien.

MfG. Smiley

Berni noch mal Danke für deine Informationen. Smiley

da hast du mir ja mit den Glasknöpfen einen gewaltigen Schreck eingejagt, dass diese Einfachen nicht von
Musketieren und schon gar nicht beim Wilhelm I. getragen wurden.
Da bleiben nur die 1500 Frauen und Mädchen im Lager als Glasknopfträger übrig. Das Verteilungsbild der Knöpfe 
könnte passen. Dann entferne mal gleich die Seite aus mein Knopfbuch wo ich schreibe die Grenadier- Garde trug
Glas -Mannschettenknöpfe.Grinsend

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#8
21. Oktober 2026, um 20:26:27 Uhr

...die Idee, das Teil mit einem Messergriff in Verbindung zu bringen ist absolut nicht zutreffend !!

   Warum soll das Teil für diese Art von Ärmelknöpfen zu Groß sein ??  Die Grösse richtet sich nach

   der Breite der Armmanschette am Handgelenk, da sind ca. 2cm in der Länge schon passend.

   Belegt ist ja, das diese Art von Ärmelknöpfen in Verwendung waren. Jacza u. meine Wenigkeit haben

   das ja Recherchiert und nicht daher fabuliert. Die Frage, wie lange diese Ärmelknöpfe  erprobt wurden 

   und ob sie sich überhaupt als Ausrüstungsteil  Feldverwendungsfähig erwiesen haben, bleibt schlussendlich

   offen und kann nicht zweifelsfrei belegt werden. 

   Also, Teil vom Messergriff oder Beschlagteil kann nach der Beurteilung der Rs mit dem Haken vollends

   ausgeschlossen werden, zudem hier am Hakenende eine Kugelartige Form erkennbar ist.

   Grüsse.   Winken

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