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« Thema begonnen am: 10. Januar 2018, 22:49:40 »
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Seit längerem habe ich keinen Beitrag mehr verfasst. Umsomehr freut es mich, Euch und speziell unserem Chef mit diesem Aufsatz eine kleine Freude machen zu können:
 
 
 
Le Vasseur - Der Pirat La Buse
 
Seit der Entdeckung Amerikas und der ersten Weltumrundung kämpften die europäischen Seemächte um Gold und Land.
 
Wenn die Flotten und Heere nichts mehr ausrichten konnten, griff man zu ungewöhnlichen Mitteln. Könige und Königinnen stellten Kaperbriefe aus.
Damit konnte bereits Francis Drake die spanischen Schiffe entern, ohne dass er dafür bestraft wurde.
Im Gegenteil: ein Fünftel der Beute bekam die Krone, ein Fünftel der Kapitän und den Rest die Mannschaft.
 
Freibeuter wurden immer wieder gebraucht, um feindliche Schiffe aufzubringen und so auch der gegnerischen Wirtschaftskraft zu schaden.
 
Doch wenn die kriegführenden Mächte irgendwann Frieden schlossen, war es vorbei mit dem Kapern.
 
Piraterie wurde unter strengste Strafe gestellt.
So kam es immer wieder vor, dass sich die Bucanneere selbständig machen mussten, um ihren aufwändigen Lebensstil zu erhalten. Denn im Piratenleben war es ja oft so, dass man das erbeutete Gold im nächsten Hafen mit vollen Händen wieder hinauswarf.

 
Vor dreihundert Jahren wurden die Kolonien in Übersee maximal ausgebeutet.
Ständig waren Schiffe mit unvorstellbaren Reichtümern Richtung Europa unterwegs.
 
Diese Transporte waren leichte Beute für Piraten und wurden zu einem mehr als einträglichen Geschäft.
Bald wussten einige Piratenkapitäne nicht mehr, wohin mit dem ganzen Gold.
Es musste zwischengelagert werden. Dieweit verstreuten Inseln zum Beispiel im indischen Ozean boten Unterschlupf und Versteckmöglichkeiten.

Noch heute sollen östlich von Madagaskar etliche unermesslicheSchätze auf ihren Finder warten.

Hinzugefügt 10. Januar 2018, 22:50:07:

Einer der erfolgreichsten Piraten war Olivier Le Vasseur, genannt „La Buse“ – der Bussard.
Wie der Raubvogel stieß er auf die Beute, griff sie sich und war ebenso schnell wieder verschwunden.
 Le Vasseur kam um 1720 in die Gegend bei Madagaskar und häufte auf seinen Raubzügen riesige Reichtümer an. Sein „Wirkungskreis“ reichte von den Seychellen über Mauritius und Réunion bis nach Ostafrika.
Die Raubzüge der Piraten waren geduldet, schadeten sie doch dem französischen Staat.
 1729 wurde Frieden geschlossen. Den Piraten bot man Straffreiheit an, wenn sie ihren „Job“ aufgaben.
Die meisten nahmen an.

 Olivier Le Vasseur lehnte ab. Er machte auf eigene Rechnung weiter.

 Doch ein Jahr später wurde er gefasst.
 Die Franzosen brachten ihn auf die Insel La Réunion.
 Am 7. Juli 1730 wurde er zum Tode verurteilt und noch amselben Abend in Saint-Paul an den Galgen gebracht.
 In dem kleinen Hafenort war eine große Menschenmenge versammelt, um den Piraten hängen zu sehen.

Kurz vor der Hinrichtung soll LeVasseur einen Zettel mit verschlüsseltem Text in die Menge geworfen haben.
–-> Wer die Hinweise lesen kann, dem gehört der Schatz.

 Ob er tatsächlich eine Geheimbotschaft in die Menge warf,ist umstritten.
Immerhin ist man für gewöhnlich bei solchen Anlässen gefesselt, aber vielleicht gewährte man ihm einen letzten Wunsch.
Unklar ist auch, ob es tatsächlich noch den Original-Zettel gibt oder je gegeben hat.
Der Text scheint zumindest zum Teil in Créole, einer ursprünglich von Sklaven und „petit blancs des hauts“ gesprochenen Sprache verfasst.
 Etliche Schatzsucher haben seitdem sehr viel Zeit, Schweiß und Geld aufgewendet, um die Schätze von la Buse zu finden.

 Angeblich soll der heutige Marktwert von Le Vasseurs Schatz vier Milliarden oder mehr betragen.
 Die Suche erstreckte sich bisher auf die Seychellen, Mauritius und La Réunion.
 Das Grab von Olivier Le Vasseur befindet sich auf dem Friedhof von Saint-Paul auf La Réunion.
Direkt am Meer gelegen, wurde derFriedhof in den letzten Jahren mehrmals schwer überflutet.
 Dazu kommt, dass der Friedhof erst Jahrzehnte nach LeVasseurs Tod eingerichtet wurde.

 Ob er also wirklich hier liegt, ist unklar. Klarheit bringt vielleicht die Tafel an seinem Grab:
Danach wurde die Leiche von La Buse am 7.7.1730 an der Küste öffentlich ausgestellt.
Sein genauer Beerdigungsort ist unbekannt, da der Friedhof erst 1788 entstand. Am 11.4.1944 verwüstete ein Zyklon den Friedhof.
Dabei wurde das Kreuz freigelegt. Ob es zum Grab gehört ist unbekannt.
1970 wurde der aktuelle Zustand hergestellt. Die fälschlich aufgestellte und wieder entfernte Tafel mit der Inschrift stammt vom ehemaligen Sklaven Delphine Hélod.

 Fazit: Fantastische Geschichten um Schatzorte haben ihren authentischen Hintergrund. Die Fakten sind eher dürftig. Der kryptischen Text, den Le Vasseur hinterließ, findet sich zuhauf im Internet.
Auch viele Deutungsversuche, von denen einige hundertprozentig sein sollen.
 Doch gefunden hat die Milliarden des le Vasseur bisher noch niemand…

 Text und Fotos: Volwo

 Fotostrecke: Das Grab des Piraten Olivier Le Vasseur, genannt „La Buse“ auf dem Friedhof von St.-Paul auf La Réunion (französisches Aussendepartement). Die Kerze und die Figur deuten daraufhin, dass das Grab heute noch zahlreich besucht wird. Angeblich auch zu nächtlichen Zusammenkünften.

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« Letzte Änderung: 10. Januar 2018, 23:25:34 von (versteckt) » Gespeichert
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« Antworten #1: 10. Januar 2018, 23:07:49 »
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Erinnert mich z.B. an Schliemann, der den Fundort von Troja aus Homers Illias und anderen Schriften rekonstruierte. Das wurde lange Zeit auch nur müde belächelt.

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« Antworten #2: 10. Januar 2018, 23:18:06 »
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Sehr schöne und spannende Geschichte  Super
Die Bilder sind auch klasse dazu  Smiley
Jetzt wissen wir, wer hinter dem Chef steckt  Zwinkernd

Gruß Grave.....

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« Antworten #3: 11. Januar 2018, 05:47:13 »
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Vielen Dank für den tollen Beitrag. vor 25 Jahren stand ich auch schon einmal an dem Grab des berühmten Piraten der die Menschen wohl bis heute an der Nase herum führt

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