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Offline (versteckt)Themen Schreiber
« Thema begonnen am: 07. Januar 2019,
um 18:15:30 Uhr »
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Hallo Zusammen,

vielleicht erinnert sich ja jemand:

Ich hatte zu Beginn 2014 ca. 230 Feldbriefe aus dem 1. Weltkrieg - rechtzeitig zum 100. Jahrestages des 1. Weltkriegs von einem Weltkriegsoldaten unseres Ortes bekommen und dessen Geschichte von 1914 - 1918 aufgeschrieben. Gab ein Werk von ca. 200 Seiten.

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http://www.detektorforum.de/smf/1_weltkrieg/mein_langzeitprojekt-t85817.0.html;highlight=feldpostbriefe


Heute habe ich - rechtzeitig zum 80jährigen Jahrestag des Beginn des 2. Weltkrieges - wieder einer Kiste mit mindestens genauso viel Briefen eines Kriegsteilnehmers aus dem 2. Weltkrieg bekommen.

Jetzt geht das Ganze wieder von vorne los. Habe damals 1,5 bis 2 Jahre daran gearbeitet. So genau weiß ich das gar nicht mehr.

Habe folgendes über Ihn schon auf meiner Internetseite stehen:

Willi F.
Geboren: 21.11.1912
 
 Beruf: Wagnermeister
 
 Eingezogen am: 29.08.1939

 
 Letzter Dienstgrad: Feldwebel
 
 Einheiten: Pionier Ers. Batl. 12, Pionier Batl. 73, Pionier Batl. 1, Div. Na Fü 254 I D
 
 Erlebnisse: Eingezogen am 29.08.1939 in Bad Schwalbach. Kam dann an den Westwall. Mit dem Pionier Batl. 73 am Westfeldzug teilgenommen. Nach dem Feldzug mit einem Lehrbatl. an die holländische Küste versetzt, um Verladeübungen durchzuführen. Am 5. März 1941 nach Polen verlegt und dann den Ostfeldzug im Südabschnitt bis zum Truez mitgemacht. Januar 42 nach Straßburg zum Pionier Batl. 1 versetzt (Herausnahme aus der kämpfenden Truppe, da 2 Brüder gefallen). März 42 zum Nordabschnitt Div. Na Fü 254 I D. April 43 zur Pionierschule nach Pirna. Sollte im März 45 die Elbebrücke bei Pirna zur Sprengung vorbereiten und am 8. Mai sprengen. Sprengte sie aber nicht, da sonst die Stadt beschädigt worden wäre. Fuhr versuchte zum Amerikaner zu kommen, wurde aber in der Tschechei am 14.05. von den Tschechen geschnappt und mißhandelt. Wurde vom Russen übernommen und nach Pirna in die Kaserne zurückgebracht. Am 10 Juli Fluchtversuch unternommen. 200 Meter hinter dem Stacheldraht von Posten festgehalten. Firma Meder versuchte über Oberbürgermeister, Stadtkommandanten und Lagerkommandanten eine Beschleunigung der Entlassung durchzuführen mit der Begründung, dass Fuhr damals die Brücke nicht gesprengt hatte. Eine vorzeitige Entlassung war wegen dem Fluchtversuch und der Gesundheitsgruppe 1 leider nicht möglich. Mit Hilfe eines Arztes zur Gesundheitsgruppe 3 geschrieben. Wegen Fluchtversuchs hatte er noch ein halbes Jahr Aufbauarbeit zu leisten und sich wöchentlich bei der GPU zu melden. Am 28. Februar 46 war das halbe Jahr abgelaufen und dann wurde er endlich entlassen. Rückkehr nach StM am 11. März 1946.
 
 Auszeichnungen: Ostmedaille, Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse, Eisernes Kreuz 1 und 2.


Na das kann ja spannend werden.

Freue mich darauf, habe auch ein bisschen Angst vor der vielen Arbeit. Werde es aber durchziehen (müssen).

Hier mal ein Bild von der Sammlung. Das sieht etwas weniger aus als es wirklich ist. In jedem Briefumschlag sind mindestens die Briefe von einem Monat, teilweise auch über mehrere Monate.

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« Antworten #1: 10. Januar 2019,
um 11:16:44 Uhr »
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Interessante Sache.
Meine Schwiegermutter hat die Feldpostbriefe des ersten Mannes ihrer Mutter gefunden. Er ist im Osten gefallen. Die bekomme ich demnächst. Ich hoffe, ich werde sie lesen können.

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Offline (versteckt)Themen Schreiber
« Antworten #2: 10. Januar 2019,
um 14:29:57 Uhr »
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Geschrieben von Zitat von Peter
Interessante Sache.
Meine Schwiegermutter hat die Feldpostbriefe des ersten Mannes ihrer Mutter gefunden. Er ist im Osten gefallen. Die bekomme ich demnächst. Ich hoffe, ich werde sie lesen können.


Erster oder zweiter Weltkrieg? Macht schon einen Unterschied in der Lesbarkeit finde ich.

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« Antworten #3: 10. Januar 2019,
um 15:08:00 Uhr »
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Klasse Project, habe so was ähnliches mit 3 Personen aus meinem Ort gemacht. War ebenfalls ein Haufen Arbeit. Aber ich finde es müssen solche Geschichten einfach erzählt werden.
Hoffe wenn du fertig bist das du bescheid gibst.
Gruß Tigersteff

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« Antworten #4: 21. Januar 2019,
um 17:54:59 Uhr »
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Zweiter Weltkrieg.

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« Antworten #5: 21. Januar 2019,
um 20:01:32 Uhr »
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Geschrieben von Zitat von Frankie
Erster oder zweiter Weltkrieg? Macht schon einen Unterschied in der Lesbarkeit finde ich.




Die Feldpostbriefe meiner Verwandtschaft aus Wk 2 waren in Sütterlin geschrieben 
welche Schrift wurde in Wk1 geschrieben?

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Offline (versteckt)Themen Schreiber
« Antworten #6: 22. Januar 2019,
um 13:11:25 Uhr »
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Kurrent

Vorform von Sütterlin

Hinzu kommt, dass viele noch die Rechtsschreibung von vor der Rechtsschreibreform verwenden.

Vom Grunde her hast du natürlich Recht. Ist vielleicht auch ne subjektive Geschichte. Die
Briefe die ich aus dem ersten Weltkrieg habe sind schlechter zu lesen, als die die ich jetzt aus dem
2. habe.

Liegt dann aber wohl eher an den Schreibern als an dem Schrifttyp.

Der Schreiber aus dem ersten Weltkrieg war wohl auch ein wenig gebildeter Landwirt, was sich an
einem seltsamen Satzbau und an Rechtschreibfehlern zeigt. Außerdem auch an seiner Sauklaue.

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« Antworten #7: 22. Januar 2019,
um 14:33:17 Uhr »
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Die ,,Sauklaue;,Kann wohl auch an der körperlichen Verfassung der Soldaten liegen 
wenn man bedenkt was die in der Zeit mitgemacht haben.

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Offline (versteckt)Themen Schreiber
« Antworten #8: 29. Januar 2019,
um 16:25:13 Uhr »
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So, da ich seit Montag Erkältungskrank zu Hause bin und mich langweile, habe ich mir mal die Briefe zur Brust genommen.

Zuerst der Hinweis, dass es sich dabei nicht um den oben genannten Willi F. handelt, sondern um einen anderen gleichnamigen Soldaten aus dem Ort.

Dann noch die Briefe seines Bruder Adolf F.

Ich habe die Briefe mal kurz durchgezählt und bin auf 280 Stück +/- 10 gekommen.

Habe mir mal ein paar Briefe aus der Mitte genommen und mal bisschen was gelesen. Inhalt war mehr privat als militärischer Natur -  militärisches durfte ja auch nichts preisgegeben werden. Adolf stand auf jeden Fall kurz vor Moskau und er hoffte vielleicht mal Moskau besichtigen zu können.

Wenn man die Briefe liest, so fängt man an eine Beziehung zu dem Schreiber aufzunehmen. Sie sind ja schließlich authentisch und nicht mit einem neuzeitlichen Buch, dass die Vergangenheit beleuchtet zu vergleichen.

Ich hatte schon angefangen meine Beziehung zu ihm aufzubauen, da dachte ich mir, schaust doch mal wann er den letzten Brief geschrieben hat.

Der war aber leider nicht von ihm, sondern vom Oberkommando der Wehrmacht, mit drei Lichtbildern, eins, dass Ihn im Grab liegen zeigt, ein Bild vom Kriegerfriedhof in Bolchow und einem Negativ (von dem ich noch ein Abzug machen muss) dass sein Grabkreuz zeigt.

Da lief mir ein bisschen der Schauer über den Rücken.

Ich wusste bis zu dem Moment noch nicht, dass er gefallen ist, weil ich ja von einer anderen, überlebenden Person ausging.

Hier mal die zwei Abzüge:

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« Letzte Änderung: 29. Januar 2019,
um 16:28:54 Uhr von (versteckt)
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« Antworten #9: 29. Januar 2019,
um 17:49:28 Uhr »
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Sehr interessant ist das hier:


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https://www.briefsammlungen.de/


und hier:

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https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/searchresults?query=&offset=0&rows=20&facetValues%5B%5D=provider_id%3DK7IKSC32MCY44PTK3FTXDITZ6IJFYKXJ&isThumbnailFiltered=false&sort=random_8460847871980454727&_=1548662033106


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« Letzte Änderung: 29. Januar 2019,
um 17:52:18 Uhr von (versteckt)
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Offline (versteckt)Themen Schreiber
« Antworten #10: 29. Januar 2019,
um 18:30:41 Uhr »
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Sehr interessant,

werde die Eigentümer der Feldpostbriefe, die ich ausarbeite mal fragen ob sie diese, wenn ich fertig bin 
dort zur Verfügung stellen wollen.

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