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Offline (versteckt)Themen Schreiber
« Thema begonnen am: 28. Juni 2018, 13:07:40 »
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Frage:

Ich durfte die letzte Woche eine Ausgrabungsstätte (etwa 50-75cm tief) und dessen Aushub absondeln. Zu finden gab es bis auf drei geschmiedete Hufnägel nichts. Jetzt bekam ich die Info, der Kampfmittelräumdienst hat, da es Verdachtsfläche war, die Fläche vor der Ausgrabung mit einem "L-förmigen Rohr" auf Metall abgesucht und ausgegraben wo das Gerät angeschlagen hätte. "Wäre da was gewesen, hätte es der KMRD vermutlich eh gefunden". Jetzt frage ich mich natürlich, bin ich da stundenlang unnötig durch die Pampa gefahren und gestiefelt? Weiß jemand wie gut die Geräte vom KMRD arbeiten und ob die wirklich jede Kleinigkeit (auch Münzgröße) ausbuddeln? Komme mir gerade ein bisschen veräppelt vor....

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« Antworten #1: 28. Juni 2018, 13:48:10 »
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Wie wäre es mal mit Googeln? Einlesen in die Materie des Sondelns?
Im Normalfall werden Sonden eingesetzt die auf eisenhaltige Metalle reagieren. Gibt ja nicht nur VLF Technik, PI Detektoren etc. gibt's ja auch noch.
Vielleicht solltest dich mal mit deinem Archäologen unterhalten oder einen Stammtisch besuchen?
Ich denke da würden sich viele deiner Fragen klären.

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« Letzte Änderung: 28. Juni 2018, 13:52:43 von (versteckt) » Gespeichert
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« Antworten #2: 28. Juni 2018, 14:22:13 »
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Das "L-Förmige" Rohr wird ein magnetometer gewesen sein, das geht eigentlich nur auf große Musikstücke, dafür eben sehr Tief... 
Keine Angst, der kmrd sammelt dir nicht die Münzen weg ...

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« Antworten #3: 28. Juni 2018, 14:22:41 »
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Bei mir in der Region ist der KMRD zur Zeit in einem leeren Badesee aktiv und die Liegewiesen werden auch von denen abgesucht, dabei haben sie vor paar Wochen zwei Goldringe ausgegraben   Irre
Ich glaube schon das sie jedes Signal graben, gefunden wurden unter anderem Mörsergranate   Platt

  

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« Letzte Änderung: 28. Juni 2018, 15:19:30 von (versteckt) » Gespeichert
Offline (versteckt)Themen Schreiber
« Antworten #4: 28. Juni 2018, 14:23:34 »
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Stammtisch gibt es hier meines Wissens nach nicht. Der Archäologe vor Ort konnte mir leider nichts genaueres zu der Vorgehensweise des KMRD sagen, da der vor den Ausgräbern da ist und die Grabungsflächen beräumt bevor die zu buddeln anfangen. Google spuckt auch nichts zu der spezifischen Fragestellung aus. Ich wollte mich keinesfalls als blöde darstellen, das es verschiedene Sondierungsmethoden gibt ist mir durchaus bekannt. Wie gesagt, es geht um den speziellen Fall "Ausgrabungsfläche (könnte genausogut Bauplatz sein) - KMRD sucht - Chancen danach noch etwas zu finden".

Der Punkt, das der KMRD meist wohl nach Eisen sucht, ist allerdings ein guter Stichpunkt. Buntmetalle dürften sie also vermutlich eher liegenlassen. Dann haben die aber nicht ganz sauber gearbeitet, wenn ich noch 3 durchaus granatengroße Eisennägel gefunden habe Lächelnd Immerhin war die ganze stundenlange Aktion über mehrere Tage verteilt ein gutes Training fürs Sondeln, so langsam habe ich mein Gerät im Griff. Spätestens nach dem fünften mineralisierten Stein mit für das dortige Gestein typischer "Silberleitwert"-Kennung dort bin ich nicht mehr drauf reingefallen, dafür auf dem nächsten Acker wieder einen anderen mineralisierten Stein mit anderer "Eisenleitwert"-Kennung ausgegraben Grinsend

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« Antworten #5: 28. Juni 2018, 14:38:33 »
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Wie gesagt, die eingesetzte Technik wird im Grabungsprotokoll/Tagebuch vermerkt. Frag mal nicht den Archäologen der auf der Fläche rumsteht, sondern erkundige dich mal nach der offiziellen Grabungsleitung, die weiß auch was der KMRD für Technik eingesetzt hat. Das sage ich jetzt mal als ehemaliger Grabungstechniker, dass ist in allen BL ähnlich.

@Coko: Tja da haben ein paar unterbezahlte Kampfmittelsondierer wohl ein neues Einnahmefeld entdeckt Zwinkernd
Komplette Metallentschrottung, gerade an Badestellen, bieten mittlerweile einige Firmen an

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« Letzte Änderung: 28. Juni 2018, 14:41:02 von (versteckt) » Gespeichert
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« Antworten #6: 28. Juni 2018, 14:38:34 »
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Der räumdienst findet bei weitem nicht alles.
Zuerst suchen die nach größerem Eisen.
Vielleicht Handgranaten größe?
Genau weiß ich es nicht. 
Aber ich weiß genau, das ich auf geräumten Flächen viele Hülsen und anderes nichteisen gefunden habe.
Die Geräte des Räumdienst finden Eisen, und zwar größeres Eisen, also nicht jeden Nagel.
Es gibt aber auch"Räumer" die mit privaten Geräten "Nachsuchen"

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« Antworten #7: 28. Juni 2018, 15:32:39 »
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Zitat:Geschrieben von (versteckt)

@Coko: Tja da haben ein paar unterbezahlte Kampfmittelsondierer wohl ein neues Einnahmefeld entdeckt Zwinkernd
Komplette Metallentschrottung, gerade an Badestellen, bieten mittlerweile einige Firmen an
 

Gut möglich, evtl ist es eine Firma die mit dem KMRD arbeiten  Nullahnung 
Interessant wäre es schon zu wissen. 



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« Antworten #8: 28. Juni 2018, 22:02:37 »
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Ich versuch dir mal ein paar fragen zu beantworten:
Geräumt wird bei Verdachtsflächen nach einer Probensondierung je nach Auftrag oder Gefährdungspotential.
Dabei wird grundsätzlich in Oberflächen- und Tiefenräumung unterschieden.
Als Faustregel könnte man sagen Oberfläche bis 50cm, Tiefe alles im Rahmen des technisch Möglichen ca. 5m.
Manchmal wird nur oberflächlich geräumt, manchmal auch noch eine Tiefenräumung angesetzt meistens von vorn herein beides - je nach Auftrag und Gefährdungslage. Spätestens wenn ein bagger mit vor Ort ist, wird es eine Tiefenräumung.

Viele der KMBD-Betriebe (Staatlich sowie Private) nutzen Geräte der Firma Foerster, oft den Ferex oder dessen Vorgänger. Das sind keine normalen PI-Geräte sondern Ortungsgeräte für Ferromagnetika, die L-Förmigen Teile die du gesehen hast.
Daneben kommen aber auch PI-Detektoren zum Einsatz, meist auch von Foerster. Die zur Oberflächenräumung.
Die Stabsonden zeigen nur Ferromagnetika an, daher braucht es für Teile wie Sprengkapseln usw. andere Geräte.

Wenn geräumt wird, dann ist der Boden in der Regel metallfrei zu machen. daher wird grundsätzlich jedes Signal verfolgt, freigelegt und auch entsorgt. Natürlich übersieht auch der Räumer Sachen, ist ja auch nur ein Mensch. Oft werden die Arbeiten ziviler KMB-Firmen von staatlichen Mitarbeitern dahingehend kontrolliert.

Deine Sonde auf einer abgesuchten Verdachtsfläche zu schwingen, ist daher höchstwahrscheinlich nicht von Erfolg gekrönt, wenn die Jungs richtig und gründlich gearbeitet haben. Das mal ein Nagel liegen bleibt oder eine kleine Münze kommt, wie gesagt, aber auch mal vor.

Das ist alles in allem die Regel, zu der es bekanntlich Ausnahmen gibt.

Ob das jetzt Verarsche von Seiten deiner Ansprechpartner war, will ich mal nicht beurteilen.

Grüße Winken

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Offline (versteckt)Themen Schreiber
« Antworten #9: 29. Juni 2018, 09:10:22 »
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Danke für die ausführlichen Erklärungen und Hinweise! So wurde aus einer Anfängerfrage ja doch einiges an Information herausgeholt Super

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