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 Elektrolyse mit Edelstahl krebserregend?

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Avatar  Elektrolyse mit Edelstahl krebserregend?  (Gelesen 594 mal) 0
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(versteckt)Themen Schreiber
#0
21. Mai 2024, um 21:58:06 Uhr

Hallo Allesamt,

heute bin ich durch Zufall auf mehrere Videos zur Elektrolyse gestoßen, bei denen gewarnt wird, Edelstahl als Anode zu verwenden, da damit giftige/krebserregende Stoffe freigesetzt würden.

Ich hatte vor zig Jahren noch gelernt, dass Edelstahl die beste Anode sei, da dieses Meterial sich nicht so schnell zersetzt. Und ich habe meine Elektrolysen auch immer mit Edelstahl-Anoden durchgeführt.

Was meint ihr dazu?

Viele Grüße
Günter

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(versteckt)
#1
21. Mai 2024, um 22:57:00 Uhr

...ich halte das für Blödsinn !  Edelstahl setzt keine Toxine frei ! Weder bei Kochtöpfen, Besteck oder Dingen

   des täglichen Lebens die mit Nahrungsmitteln in Berührung kommen.

  Warum also in der Lyse ?  Meiner Meinung nach, bei Beachtung aller Spielregeln und gut belüfteter Räume

  kein zusätzliches relevantes Gesundheitsrisiko wenn Edelstahlanoden zum Einsatz kommen.

  Ich habe auch immer eine M18x200 als Anode genommen, mir fehlt nix, ich habe nur Rücken.

  Wie geht`s dir Günter ?

  Grüsse    Winken

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(versteckt)Themen Schreiber
#2
21. Mai 2024, um 23:04:26 Uhr

Naja, in den letzten Jahren hat Nickel ja einen ziemlich schlechten Ruf bekommen. Tatsache ist, dass die Anode durch die Lyse langsam zersetzt wird. Dadurch scheinen sich ungesunde Stoffe zu lösen. Klar, wird das einen nicht sofort töten. Ist ja beim Rauchen nicht anders. Ich werde wohl zu normalen Stahl als Anode wechseln und vor allem nicht mehr mit bloßen Händen in die Brühe fassen.

Das habe ich auch noch gefunden:
Alle sechswertigen Chromverbindungen sind aufgrund ihrer Oxidationskraft toxisch sowie krebserregend (IARC-Gruppe 1). Insbesondere die Inhalation führt zu einem erhöhten Lungenkrebsrisiko. Auch ein Zusammenhang zwischen der Exposition mit Chrom(VI)-Verbindungen und Krebs der Nase und der Nasennebenhöhlen wurde beobachtet.[5] Expositionen können bei Arbeitern auftreten, die mit chromathaltigen Produkten umgehen und Edelstahl schleifen und/oder schweißen.[6] Arbeiter, die sechswertigem Chrom ausgesetzt sind, haben ein erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs, Asthma oder Schäden an dem Nasenepithel oder der Haut zu erkranken.
Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Chrom(VI)-Verbindungen

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#3
22. Mai 2024, um 05:56:49 Uhr

Leute die Edelstahl verschweißen unterliegen wegen irgendwelchen Zusätzen einem erhöhten Krebsrisiko.
Aber die arbeiten ja dann ständig damit.
Und wir sitzen ja nicht ständig im Eletrolysedampf (hoffe ich ).
Da ist die Schadstoffbelastung wahrscheinlich minimal.
Ich hab einen Kollegen der stinkt wie Iltis,weil er Deo wegen der Alusalze meidet.
Raucht aber wie ein Schlot.
Macht richtig Sinn,oder ?

Gruß




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#4
22. Mai 2024, um 07:33:07 Uhr

Je nachdem, welchen Edelstahl man als Anode verwendet, liegt der Chromanteil bei mind. 10%.

Durch die Elektrolyse oxidiert das Chrom zu Chrom(VI)-Verbindungen, welche sich im Wasser lösen.
Diese Verbindungen sind in der Tat krebserregend.

In unserem Fall gehts auch nicht um Dämpfe oä. sondern wirklich nur um das, was jetzt als wässrige Lösung vorliegt.
Wie Drusus schon schreibt kann das ua. Hautkrebs auslösen bzw. Magen- und Darmkrebs und Leberschäden, wenn oral eingenommen, z.B. wenn man sich mit den nassen Fingern über die Lippen fährt. Das Elektrolysewasser wird mit der Zeit auch ziemlich umweltschädlich. 

Mir ist es das Gesundheitsrisiko nicht wert, weswegen ich eine reine Eisenanode verwende (modernes Hufeisen ist ganz praktisch). Alle paar Wochen muss ich die Kontakte umklemmen und die Opferanoden säubern. Natürlich sollte man dann KEINEN Fund reinhängen. Das geht aber ziemlich schnell und der Aufwand hält sich sehr in Grenzen. 

Wie es schlussendlich gemacht wird, ist jedem selbst überlassen. Ich halte aber, wie gesagt, das Risiko zu hoch, nur damit man die Anoden nicht säubern muss...

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(versteckt)Themen Schreiber
#5
22. Mai 2024, um 08:26:19 Uhr

Das was Pfenning schreibt, habe ich mir auch so ähnlich gedacht. Klar mag das Gesundheitsrisiko gering sein, insbesondere wenn man Schutzhandschuhe verwendet, aber der Aufwand dieses geringe Risiko zu vermeiden, ist ebenfalls gering. Bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

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#6
25. Mai 2024, um 20:04:29 Uhr

Oder man hat einfach keine Krebse in der Nähe, wenn man die Lyse macht, da können die auch nicht erregt werden. Grinsend
Nee, spaß Beiseite. Ich nehm immer als Opferanode, was gerade da ist. meistens irgendwelcher Kohlenstoffstahl. Das ist billig und liegt quasi überall rum. Mir gehts da aber mehr um die Umweltschädlichkeit vom Lysewasser. Ich will den Aufwand nicht haben, das ordentlich zu entsorgen.

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#7
26. Mai 2024, um 05:30:02 Uhr

Ich mach gar keine Lyse, für mich langweilige und kaputte Eisenfunde kriegt der Wertstoffhof, schöne und sammelwürdige Eisenfunde schicke ich einem Hobby Restaurator der macht das dann für paar Euro.

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(versteckt)Themen Schreiber
#8
26. Mai 2024, um 10:58:24 Uhr

Geschrieben von Zitat von MichaelP
Ich mach gar keine Lyse,

Das ist für mich keine Alternative. Anstatt zu Sondeln werde ich in der Zeit jetzt halt zahllose Hohlkugelsplitter und Hufeisen lysen, die sich so angesammelt haben. Und das will ich dann möglichst korrekt machen.

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