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Offline (versteckt)Themen Schreiber
« Thema begonnen am: 11. Januar 2019, 15:12:38 »
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Weise...den eine freut es und den anderen nicht, wenn man gefühlt die hundertste Musketenkugel ausgegraben hat.
      Ich freu mich über jede die ich finden kann.
      Es müssen einige hundert tausende gewesen sein die in allen Kriegen verschossen wurden. Was mich interessiert,
      gab es Gussvorrichtungen in denen vielleicht hundert oder mehr Kugeln in einem Vorgang gegossen werden 
      konnten um die Munitionsvorräte zügig aufzustocken und zu ergänzen.
      Die auf dem Foto dargestellte Gussvorrichtung ist zwar schön anzusehen, aber wohl auch nicht geeignet größere
      Mengen zeitnah herzustellen. Es gab ja auch Kugelzangen für 10 Musketenkugeln die aber weniger Platz bean-
      spruchen und auch einfacher zu händeln waren.

     Grüsse   Winken

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2012_09_WaffenauktionA414_Katalog.jpg


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« Antworten #1: 11. Januar 2019, 17:05:42 »
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Hier eine wie ich finde sehr interessante Pdf zu dem Thema--->

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Speziell Kapitel "5. Die Munitionsversorgung militärischer Einheiten"

gruß
seth

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« Antworten #2: 11. Januar 2019, 21:57:25 »
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Dank an berni,

diese Kugelzange kannte ich noch nicht!
Wenn man bedenkt, dass die Papierpatronen von den Rekruten slebst hergestellt werden mussten, dann glaube ich auch nicht, dass die Kugeln in einer Art Massenproduktion gegossen wurden. Im Amerikanischen Bürgerkrieg gab es wohl Pressmaschinen, die dafür geeignet waren, aber vorher???
Insurgent kennt sich da wohl besser aus...

Gruß
kugelhupf

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« Antworten #3: 12. Januar 2019, 10:15:19 »
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Vielleicht einfach gekauft? Massenweise hergestellt in Türmen a la Phoenix Shot Tower?

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« Antworten #4: 12. Januar 2019, 11:09:31 »
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An "unseren" gefundenen Kugeln der Koalitionskriege kann man vereinzelt eine Gussnaht erkennen.
Die Soldaten stellten die Papierpatronen auch nicht selbst her, diese wurden in Arsenalen laboriert und fertig verpackt an die Truppen, bzw. den Tross, geliefert.

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« Antworten #5: 12. Januar 2019, 11:56:15 »
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Zitat:Geschrieben von (versteckt)
An "unseren" gefundenen Kugeln der Koalitionskriege kann man vereinzelt eine Gussnaht erkennen.
Die Soldaten stellten die Papierpatronen auch nicht selbst her, diese wurden in Arsenalen laboriert und fertig verpackt an die Truppen, bzw. den Tross, geliefert.


Stimmt, die Kugelzange für den Soldaten war eher als Notlösung gedacht.

Gruß
kugelhupf

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Offline (versteckt)Themen Schreiber
« Antworten #6: 12. Januar 2019, 13:44:49 »
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Fechten...o.k., eine Bevorratung im grossen Stil muss es aber schon gegeben haben. Liesst man die Schlachtenberichte der Zeit, waren die Armeen teils über hunderte von Kilometern verteilt auf verschiedene Frontlinien
im Gefecht. Train Btl. wie in den modernen Kriegen gab es damals nicht, also kein Nachschub aus der Heimat. Auch bedingt durch die unterschiedlichen Caliber der Kombattanten, konnte nicht immer auf Beutemunition gehofft werden.
Ich kann mir vorstellen, das die Feldschmieden nicht nur für Instandsetzungen des Kriegsgerätes zuständig waren, sondern eben auch für die Fertigung von Munition. Die hierfür technische Ausrüstung war in den Feldschmieden logischer
Weise vorhanden. Beutewaffen und Schiesspulver waren sicher einfacher zu ergattern als passende Musketenkugeln.
Sicherlich wurden im Tross grosse Munitionsmengen mitgeführt, auch Kanonenkugeln die nun wirklich nicht im Felde
hergestellt werden konnten. Interessanter Weise, habe ich auch noch nie in irgend einem zeitgenössischen Bericht über
diese logistische Herausforderung des Nachschubs einen Hinweis entnehmen können.
Anscheinend war das Problem nicht so gross wie wir heute annehmen.

Grüsse   Winken

Hinzugefügt 12. Januar 2019, 13:59:03:

Zitat:Geschrieben von (versteckt)
Vielleicht einfach gekauft? Massenweise hergestellt in Türmen a la Phoenix Shot Tower?


Schockiert ...wo gekauft ?  Bei Amazon oder in der Bucht vielleicht  ??   Narr      Ironie

      Den Phoenix Shot Tower gab es wohl damals in der     Napoleon    noch nicht, vielleicht ja was ähnlich konstruktives.

      Mal  PILAWA fragen,  bei,    "Wer weis denn sowas".

Grüsse   Winken

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« Letzte Änderung: 12. Januar 2019, 13:59:03 von (versteckt), Grund: Doppel-Beitrag zusammengefasst » Gespeichert
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« Antworten #7: 12. Januar 2019, 18:50:23 »
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Zitat:Geschrieben von (versteckt)
Liesst man die Schlachtenberichte der Zeit, waren die Armeen teils über hunderte von Kilometern verteilt auf verschiedene Frontlinienim Gefecht. Train Btl. wie in den modernen Kriegen gab es damals nicht, also kein Nachschub aus der Heimat.

Nicht aus der Heimat, aber dafür gab es Arsenale in anderen (befreundeten) Ländern, in denen die (Munitions)Vorräte wieder aufgefrischt werden konnten. Ansonsten musste einfach genug mitgeführt werden. Das waren dann große logistische Herausforderungen, wie beispielsweise Napoleons Russlandfeldzug.

Übrigens waren die Kaliber zumindest im napoleonischen Zeitalter gar nicht so unterschiedlich. Das bayrische Manson Gewehr 1804 hatte z.B. ein Kugelkaliber von 17,8 mm, das österreichische M-1798 17,6mm und das französiche M-1777 17,5 mm.

Viele Grüße,
Günter

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« Antworten #8: 21. Januar 2019, 11:31:26 »
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Da kann ich auch noch das eine oder andere hinzu fügen.
Zum einen weiß ich von einem Reenactment Menschen, dass z.b. bei Übungen und so gar nicht so viel geschossen wurde. Manch ein Soldat hat im Jahr 60 Schuss abgegeben- und das war in der Preußischen Armee zu der Zeit. wenn man das herunter Rechnet, 5 Schuss Pro Monat oder alle 6 Tage einen. Das ist nicht viel. Es gibt auch Berichte von spanischen Soldaten, die bei der Ausbildung nicht einmal geschossen hatten und daher die Flucht ergriffen, nachdem sie ihre erste Salve abgaben- einfach, weil sie die Geräusche nicht kannten.
Genauso weiß ich aus der Chronik meiner Heimatstadt, dass irgendwann (ich glaube zu Napoleonszeiten) die Kirchenfenster kaputt gemacht wurden, um an das Blei zu kommen, mit dem die vielen Glasstücken der Fenster zusammengehalten wurden. Und Blei gab es ja auch in Bedachungen, Rohren, etc. pp.
Das wurde ja nicht umsonst erbeutet und ich kann mir gut vor stellen, dass zumindest die Kugeln regelmäßig selbst angefertigt wurden. Feindliches Schießpulver geht in eigenen Waffen ja genau so gut, und wenn die Kugeln nicht passen, werden sie eben umgegossen.
Mit einer Kugelzange kann man recht schnell Kugeln gießen, wenn man geübit ist.

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« Antworten #9: 21. Januar 2019, 15:12:01 »
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Mir geht es da ähnlich wie dem Trööt-Eröffner:
Ich freue mich über jede Musketenkugel die ich finde. Besonders beeindruckend sind natürlich die ganz großen "Murmeln" - nicht auszudenken wie es war von so einem Monstrum getroffen zu werden...

Aber eines sollte bedacht werden:
Musketenkugeln wurden nicht nur in Kriegen verwendet. Auch zur Jagd in Friedenszeiten haben Jäger mit diesen Dingern "rumgeballert". Insofern ist es wenig verwunderlich, dass man sie nahezu überall findet und das in entsprechenden Stückzahlen.

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Offline (versteckt)Themen Schreiber
« Antworten #10: 22. Januar 2019, 18:02:40 »
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Zitat:Geschrieben von (versteckt)
Manch ein Soldat hat im Jahr 60 Schuss abgegeben- und das war in der Preußischen Armee zu der Zeit. wenn man das herunter Rechnet, 5 Schuss Pro Monat oder alle 6 Tage einen



Schockiert ...das denke ich, kann man in das Reich der Fabeln verweisen. Die grossen europäischen Armeen der Zeit
      waren zu Friedens und Kriegszeiten bestens trainiert und ausgerüstet. Schiesspulver und Bleikugeln waren
      die billigsten Komponenten, die Waffen dafür waren ja vorhanden. Speziell die Preussen pflegten einen Drill
      bis zur Erschöpfung, bei den Franzosen und Österreichern wird das nicht viel anders gewesen sein. 
      Schiessausbildung war schon immer ein wesentlicher Teil der Ausbildung. Das hantieren mit Steinschlosswaffen
      im Gefecht war schon eine Herausforderung, Zielsicherheit soweit das möglich war, ebenfalls.
      Mit die wichtigste Vorraussetzung also, um selbst zu Überleben und mit den Kameraden ein erfolgreiches
      Gefecht zu führen.

      Grüsse   Winken

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« Antworten #11: 22. Januar 2019, 19:29:16 »
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Zitat:Geschrieben von (versteckt)
...das denke ich, kann man in das Reich der Fabeln verweisen. Die grossen europäischen Armeen der Zeit waren zu Friedens und Kriegszeiten bestens trainiert und ausgerüstet. Schiesspulver und Bleikugeln waren die billigsten Komponenten, die Waffen dafür waren ja vorhanden. Speziell die Preussen pflegten einen Drill bis zur Erschöpfung, bei den Franzosen und Österreichern wird das nicht viel anders gewesen sein.

Was d.kuebitz geschrieben hat, habe ich so - zur napoleonischen Zeit - auch bereits mehrfach gelesen. Es wurde zu Übungszwecken kaum wirklich geschossen. Der harte Drill erfolgte rein "trocken". Die Bewegungen und Abläufe mussten sitzen. Die normale Infanterie musste jedoch nicht gut zielen können, da auf große gegnerische Linien oder Kolonnen geschossen wurde. Zielgenaue Schüsse waren bei Waffen ohne gezogenen Lauf eh nicht gut möglich.

Und so billig war das Schießen mWn auch wieder nicht. Ich kann dazu ein Beispiel für die Artillerie des 30JK nennen. Hier kostete ein einziger Abschuss eines 24Pfünders den Monatslohn eines Fußsoldaten. Natürlich war ein Musketenschuss entsprechend günstiger, aber dennoch kein Grund, verschwenderisch zu werden.

Viele Grüße,
Günter

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« Antworten #12: 22. Januar 2019, 19:58:35 »
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Da es zum Thema passt.
Hier eine Kugelzange aus dem Heeresgeschichtlichen Museum Wien was im Gebäude des Arsenal Wien sich befindet.Zb.war dies auch ein Ziel von Napoleon es aus zu räumen
Lg schwingi

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CAM00779.jpg


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« Antworten #13: 22. Januar 2019, 20:06:35 »
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In einem Buch konnte ich das finden.

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20190122_200116.jpg


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« Antworten #14: 23. Januar 2019, 07:27:25 »
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Habe auch noch etwas gefunden, auch wenn es hauptsächlich um Flintensteine und nicht die Kugeln geht, hat es mit diesem Thema ja auch rudimentär zutun.

Zitat von: (versteckt)
Um den schier unermesslichen Bedarf der stehenden Heere an Flintensteinen zu decken, entwickelte sich ein eigener Gewerbezweig der Flintenschläger, z. B. in Frankreich, Belgien, England, Dänemark, Deutschland, Polen und Italien, die in Arbeitsteilung 1500-4000 Flintensteine am Tag bearbeiteten. Ihre Erzeugnisse wurden je nach Güte sack-, faß-, kisten-, schachtel- oder stückweise verhandelt, wobei ein einzelner Händler über eine Million Steine pro Jahr absetzen und eine große Armee fast zehn Millionen Steine pro Jahr verbrauchen konnte. Obwohl gute Flintensteine bis zu 400 Schüsse aushielten, wurden für eine einstündige Schlacht pro Soldat im Schnitt auf 60 Patronen 3 Flintensteine ausgegeben. Für Jagwaffen und Exporte in Kolonien blieb bis weit ins 20. Jh. ein gewisser Bedarf an Flintensteinen bestehen.


Quelle: Sie haben nicht die Berechtigung Links zu sehen.
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https://www.jknoblach.de/download/Fries-Knoblach_Silices.pdf
 Seite 186

LG  Winken

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