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 >  Schatzplanet > Nachrichten & Presse (Moderator: Tigersteff) > Thema:

 Wissenschaftler zweifeln Alter der Himmelsscheibe von Nebra an

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Avatar  Wissenschaftler zweifeln Alter der Himmelsscheibe von Nebra an  (Gelesen 643 mal) 5
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#15
03. September 2020, um 17:44:24 Uhr

Was man in der eigenen Vorstellung hat, ist in der Realität manchmal ganz anders

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#16
03. September 2020, um 21:27:06 Uhr

Geschrieben von Zitat von Jacza
Hat schon mal jemand Bronzezeitfunde im Wald knapp unter Oberfläche gemacht? Grübeln

Mein Oberflächenfund wurde im Wald z.B. von einer Wurzel hochgedrückt. Ich glaub innerhalb von paar tausend Jahren ist da viel Bewegung im Waldboden. Bäume kommen und gehen, in der Ecke sind das ja auch richtig alte Wälder.
Hier sind noch paar Artikel über die Geschichte der Scheibe angehängt.
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https://www.dguf.de/himmelsscheibe.html


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#17
03. September 2020, um 21:52:16 Uhr

Hmh, die "Debatte" um das Alter der Himmelsscheibe läuft ja schon ewig. Das ganze wird auch nie von einer Seite bewiesen werden können. 
Welchen Sinn diese "Debatte" überhaupt hat, erschließt sich mir nicht.
Wir können froh sein, ein solches Objekt sehen zu dürfen und das es nicht in irgendeiner Privatsammlung verkommt.

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#18
03. September 2020, um 22:26:13 Uhr

Ok, aber ich stelle mir bei der Scheibe noch andere Fragen. Die goldenen Auflagen wirken doch nur, wenn die Scheibe schön grün patiniert ist so wie hier:
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https://image.kurier.at/images/cfs_landscape_932w_524h/4615655/46-146774880.jpg


Gold auf rötlicher Bronze würde sich sicherlich nicht so gut abheben. Hat man damals in der Bronzezeit diesen Effekt schon genutzt und die Scheibe grün patinieren lassen?

Im Fundzustand sah die Scheibe aber nicht so schön aus:
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https://www.dguf.de/fileadmin/user_upload/Pressematerialien/Himmelsscheibe/6_Himmelsscheibe-Auffindezustand_Foto-H-Burri-Bayer_Scheibe.jpg


Da ist deutlich eine große patinafreie Fläche zwischen Sonne und Mond zu erkennen (und auch oben am perforierten Rand, nicht nur wo die fehlende Goldauflage war). Absicht oder wurde die zwischenzeitlich mal abgekratzt? Stellt sich dann aber die Frage, ob die nachträgliche Patinierung nicht den ursprünglichen Zustand verfälscht, sei es nun, ob die Scheibe überhaupt nicht oder teilweise patiniert war. Oder sollte dieser Makel bewusst "vertuscht" werden? So oder so ist die Scheibe wie sie heute präsentiert wird eine Täuschung.

Wenn da Baumwurzeln im Spiel waren hätte die Scheibe bestimmt eine ziemlich üble Delle mitbekommen. Die können ja eine dermaßen große Kraft entwickeln, dass selbst fester Asphalt in die Brüche geht. Also ich glaube nicht, dass die die Scheibe dann so einfach ohne Spuren nach oben gedrückt haben.

Es gibt noch viele ungelöste Rätsel.  Huch



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#19
04. September 2020, um 06:43:44 Uhr

Das Meller-Imperium schlägt zurück:
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https://www.lda-lsa.de/aktuelles/meldung/datum/2020/09/03/himmelsscheibe_von_nebra_eisenzeitlich_eine_richtigstellung

Es geht offenbar gar nicht so sehr um die Fundumstände, sondern um die Interpretation der Analysen. Ich schätze, das Lucius doch Recht hat, wenn er schreibt , das wird noch eine Zeit so weiter gehen.

Doch die abstruseste Theorie stammt aus der Feder eines offenbar unterbezahlten mitteldeutschen Schreibers einer umstrittenen Postille:
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https://www.bild.de/regional/sachsen-anhalt/sachsen-anhalt-news/archaeologie-experten-zweifeln-am-alter-der-himmelsscheibe-von-nebra-72715476.bild.html

Zitat: "Die Himmelsscheibe gilt bisher als älteste konkrete Himmelsabbildung der Welt und wurde 1999 in zwei Raubgräbern nahe Nebra entdeckt." SchockiertNarr
Da tun sich ganz neue Abgründe auf!

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#20
05. September 2020, um 14:33:26 Uhr

Habe hier mal die (angeblich fiktive) Fundgeschichte von Mario Renner aufgespürt, die er 2005 in einem Buch veröffentlicht hat und die von Sie haben nicht die Berechtigung Links zu sehen.
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Gebrard und Krause (S. 28-29)
aufgegriffen wurde:

"Weitere Details zur Auffindungsgeschichte in der Version von Mario Renner lassen sich aus einem langen Rundfunkinterview entnehmen, dessen Inhalt sich mit einem von ihm im Juni 2005 erschienenen Buch „Der Sensationsfund von Nebra“ , rechtlich abgesichert durch den Zusatz „Fiktiver Fundbericht“ in gleicher Weise wiederfindet:

„Wir haben erst gar nicht erkannt, auf was er da gestoßen ist, ich gab ihm meine Selters, er setzte sich an einen Baum und ich habe angefangen mit den Fingern das Ding auszugraben. … Vier Stunden später und eine Blase am Mittelfinger, so groß wie eine Erbse, hatte ich die Scheibe endlich freigelegt und konnte sie dem Boden entnehmen. Nach ‚3600 Jahren‘ war ich der erste Mensch, der die Himmelsscheibe in den Händen hielt. Dass dies so bedeutend ist, wurde mir erst drei Jahre später durch die Medien mitgeteilt. Für uns, da wir so etwas vorher noch nie gefunden hatten, war es einfach ein Schielt mit goldener Sonne, Mond und einem Schiff. Ich gehe davon aus, dass die Beschädigungen am Rand, die schon da waren, durch Rodungen und Wurzelziehen herbeizuführen sind. Lediglich hat Henry der Sonne einen Schaden zugeführt! … Im Auto machten wir uns Gedanken wie Henry den besten Preis für die Scheibe erzielt und uns fielen die Worte von Achim ein. Ein Hortfund bringt mehr als ein Einzel Fund. Also legten wir noch ein paar Schwerter, 3 Beile und ein paar Armspiralen hinzu, die Henry vorher gefunden hatte. Somit hatten wir einen Hortfund und einen Preis. … Bei einer Tasse Kaffee nutze ich die Gelegenheit und verkaufte ihm eine Kiste mit Funden, die sonst keiner haben wollte. Als Zugabe legte ich den kleinen Meißel oben drauf, um die Sache ein wenig interessant zu machen. Später taucht der Meißel im so genannten Hortfund von Nebra wieder auf“.

Das gleiche Interview enthält auch Details zum Fundort, den der erste Ankäufer, Achim Stadtmüller, von den beiden Findern erfragte und sich zeigen ließ:

„Somit war klar, wir brauchen einen Fundort. Wenn wir irgendjemand erzählt hätten, wo diese Scheibe herkommt, wären innerhalb von wenigen Tagen so viele Sucher aufgetaucht, dass ich da eine Würstchenbude aufmachen hätte können. Außerdem wollten wir selber den Platz gründlich und genau absuchen. … Ich habe mich dann mit Henry zusammengesetzt und wir haben überlegt wo wir denn mit ihm hinfahren könnten. Die Stelle wollten wir auf keinen Fall verraten. Der Mittelberg war perfekt, als eisenzeitliche Anlage bekannt und vollkommen abgesucht. Ich persönlich war schon acht Mal dagewesen und habe noch nie etwas gefunden. Ich muss noch sagen, dass wir das Stück Gold von der Scheibe und einen Niet von einem Schwert noch hatten. Den Niet hatte Achim vor lauter Gier auf dem Tisch bei Henry liegen lassen. Ich fuhr mit Henry nach Wangen, wir gruben ein Loch, legten eine Seltersflasche rein und machten es wieder zu. Den Niet legte ich direkt oben auf. Das Loch haben wir gegraben, damit man sehen konnte, dass da Erde bewegt wurde. … Wie erwartet hat er gleich den dahin gelegten Niet gefunden und war jetzt der festen Überzeugung, das muss die Stelle sein. … Achim fing an, das Loch wieder auszugraben. Nach einer ganzen Weile bekam er ein Signal, das war die Seltersflasche, die wir vorher da reingeschmissen haben, was er natürlich nicht wusste. Irgendwann war er 50 cm tief und stieß dabei auf die Flasche, die er dann auch noch kaputt gemacht hat. Für die Nachwelt haben wir dann noch eine Eisteedose rein gelegt und haben das Loch wieder geschlossen“.

Die hier kurz dargestellten Angaben Renners wurden im Zuge des Gerichtsverfahrens als unglaubwürdig bewertet."

Äußerst amüsant zu lesen, aber wenn es tatsächlich so abgelaufen wäre, wäre es für mich absolut nachvollziehbar.

Viele Grüße
Jacza

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#21
05. September 2020, um 15:18:16 Uhr

Dieses Geschreibsel von dem Renner ist schon schwer zu lesen, aber es klingt dann doch ziemlich glaubwürdig. In meinen Augen ist der entscheidende Punkt, dass der Mittelberg schon damals bei den Sondengängern der Umgebung bekannt war und intensivst abgesucht wurde. Selbst die beiden Finder (oder einer davon) war schon achtmal (!) da oben und hat nichts gefunden. Glaubt den allen Ernstes jemand, dass so ein Hortfund oder sei es nur die Scheibe allein (die ein Megasignal abgeben würde) jahrelang dort unentdeckt geblieben wäre?
Man muss auch mal überlegen, was für ein Tag das war. Es war heiß und der eine Sondler war abends noch saufen gewesen und dadurch in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Deshalb musste ja auch der andere die Scheibe ausbuddeln. Die sind bestimmt nicht ewig den Mittelberg raufmarschiert, die waren da wo es flacher war, da wo man sicht nicht so den Berg raufquälen muss. Vielleicht nur 1-2 km vom Parkplatz des Autos entfernt.
Was mich mal interessieren würde, ob die beiden die wahre Fundstelle dann noch mal intensiv abgesondelt haben. Ich gehe aber fest davon aus. Würde wohl jeder genauso machen.

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#22
10. September 2020, um 22:16:50 Uhr

Die Finder hatten den Fund in Berlin bei der Antikenbehörde gemeldet. Aber die hats nicht interessiert, da haben sie ihn halt verkauft. So läuft das.

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