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Offline (versteckt)Themen Schreiber
« Thema begonnen am: 20. Juli 2018, 12:52:23 »
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Dies wird euch schlaflos zurücklassen. Es begab sich zu einer Zeit in der die Frucht des Maises die Felder schmückte als ich den Drang verspürte diese unbekannten Gefielde zu bereisen.
 -Schnitt- Nein, mit schöner Sprache kann ich die mir zugestoßene Misere nicht entschärfen. Da hilft nur die hässliche Wahrheit. Also, ich wollte unbedingt in ein Maisfeld latschen um dort zu sondeln. Blöd war an der Sache eigentlich nur: Der Mais stand und steht noch meterhoch und es wimmelt in der Gegend von Wildschweinen. Zwei Hunde meines Freundes wurden letztes Jahr keine 2 Kilometer entfernt im Maisfeld von einer Rotte Wildschweine getötet.
 
 Was macht also der stolze Recke? Er wappnet sich!
 Ich bewaffnete mich also mit einem Pfefferspray - extra stark und ausschließlich zur Anwendung bei Tieren. Ich hab mir das hinten in den Gürtel gehängt und habe mich also durch den Mais geschlängelt. Plötzlich machte mir das Atmen Schwierigkeiten und ich bekam einen Hustenanfall. Wohlgemerkt mitten im Maisfeld und abgeschnitten von jeglicher geostrategischen Information. Da kann man dezent Panik bekommen. Das kann nur das Pfefferspray sein! Richtig! Mein Rucksack hatte warum auch immer, auf den Auslöser des Pfeffersprays gedrückt, in dessen Wolke ich mich nun befand. Wer jetzt glaubt, dass das schon blöd ist, der soll bitte weiterlesen. Denn es wird noch unglaublich besser.
 
 So ein Dreck, ich pack also das jetzt leckende Pfefferspray mit einer Hand an der ich ja auch einen Handschuh hatte und werfe das Ding in hohem Bogen ins Nirgendwo. Was ich aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Pfefferspray ist ein Kampfstoff, der meist in öliger Konsistenz gelöst wird. Damit wird verhindert, dass es abgewaschen werden kann.
 Es war heiß, man schwitzt viel und trinkt auch viel. Irgendwann hat man dann ein Bedürfnis. Ich ziehe also die Handschuhe aus, nestle in der Hose rum, um zu befreien was in so einem Fall befreit werden muss. Die Erleichterung der Blasenentleerung wurde aber innerhalb von Sekunden durch einen fast nicht zu beschreibenden Schmerz unterbrochen.
 
 Der Sado Maso bewanderte Leser unter euch, der sich einmal im Jahr zu Weihnachten heisses Wachs von seiner Holden in die unteren Gefilde tropfen lässt, mag vielleicht eine Ahnung ob der Intensität des Schmerzes haben. Dem Rest sei es so erklärt:
 Setzt euch einfach mit entblößtem Gemächt auf eine heiße Herdplatte und ihr könnt mitreden. Mein Problem im Maisfeld war jetzt allerdings, dass die Herdplatte mitwanderte. Ich sprang also irgendwie hin und her um dem Feuer zu entkommen. Gelingen wollte es mir leider nicht. Mein ganzer Unterleib war ein einziges Flammenmeer.
 
 Der Handschuh hatte sich mit dem Pfefferkampfstoff vollgesaugt und beim ausziehen des selbigen den Kampfstoff an meine Finger weitergegeben. Die Finger, ja die ganze Hand brannte auch wie Sau, aber was soll ich sagen. Woanders brannte es noch mehr. Es musste also eine Lösung her.
 
 Ich schüttete mir eine ganze Mineralwasserflasche aus meinem Rucksack über das Gemächt und in die Unterbuchse um mir Linderung zu verschaffen. Leider ist Wasser das falscheste was man in dem Fall verwenden kann. Es wird vom Öl sowieso nicht angenommen und verteilt den Kampfstoff noch ein wenig mehr und ich verschelchterte damit meine Situation was ich auch schnell merkte. Milch und 100% Alkohol soll laut Internet helfen.
 
 Ich bin also wild fluchend aus dem Maisfeld getürmt und habe den Sondeltag mit Null Funden aber feuriger Erregung beendet.
 Es geschah um 9 Uhr morgens und um 22 Uhr abends hatte ich immer noch was davon.

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« Antworten #1: 20. Juli 2018, 12:59:13 »
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Sehr schön geschrieben!!!!  Applaus  Grinsend  Grinsend  Grinsend  Grinsend  Grinsend

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« Antworten #2: 20. Juli 2018, 13:04:11 »
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Grinsend  und die Moral von der Geschichte, du kannst noch so viel Erfahrung haben und dir trotzdem die Eier... äh Finger verbrennen   Amen 

 

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« Antworten #3: 20. Juli 2018, 13:17:48 »
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war übrigens das erste Mal, dass ich auf einem Acker tränen gelacht hab. Kringeln 
 Peace

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« Antworten #4: 20. Juli 2018, 13:48:42 »
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Zitat:Geschrieben von (versteckt)
war übrigens das erste Mal, dass ich auf einem Acker tränen gelacht hab. Kringeln


Deshalb dachte ich mir ich tue das mal kund nachdem es Dein Gemüt ja schon erfreuen durfte Grinsend

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« Antworten #5: 20. Juli 2018, 13:56:52 »
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Der "Pfefferkampfstoff" ist im Grunde genommen nichts anderes als Chili, da hilft natürlich kein Wasser. Autsch, da kann man sich ja vorstellen wie das brennt!   Grinsend

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« Antworten #6: 20. Juli 2018, 14:00:55 »
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Ist ja, geil, dass selbe ist mit auch beim Sondeln passiert.

Das Teil ist mir in der Arschtasche losgegangen. Ich hatte den ganzen Tag ne feuerrote Arschbacke.

Hose nicht gewaschen, und beim nächsten Mal anziehen ging es wieder von vorne los.

Meine Kronjuwelen blieben aber Gott sei Dank verschont.

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« Antworten #7: 20. Juli 2018, 14:43:09 »
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Bin eigentlich immer zu faul mir lange Texte im Forum durchzulesen, Aber der war´s wert.   Grinsend  Grinsend

Ich stell mir grad vor wie die Wildschweine sich gebogen haben vor lachen als sie Dich im Maisfeld rumhüpfen sahen. 

Meine Schadenfreude   aber auch mein Mitgefühl  Gute Besserung  sind Dir jedenfalls sicher. 


mfg
Stefan

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« Antworten #8: 20. Juli 2018, 15:20:58 »
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      einen schlechten Tag erwischt...…..tolle Story            Super




Gruß xp 68

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« Antworten #9: 20. Juli 2018, 16:40:08 »
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Eine schöne Story  Super
man muß auch zu seinen Fehler stehen  Weise
Dafür   Applaus und ein Bedanken

Gruß und immer etwas Pfeffer in der Hose  Narr

FK

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« Antworten #10: 20. Juli 2018, 17:01:46 »
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dich kann  man einfach nicht alleine losziehen lassen   Zwinkernd
Aber dein Pfeffertanz hatte ich gerne gesehen   Grinsend  Grinsend  Grinsend

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« Antworten #11: 20. Juli 2018, 17:55:52 »
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Mit W.P22Q im Hosenbund statt Pfefferpray häts wenigsten nur  einmal kurz gebrannt,statt lange  Zwinkernd.
Wäre vielleicht ein interessanter Thread :
" Helfen Pfefferspray oder Schreckschusspistole wirklich gegen verärgerte Wildschweine ? "  Nullahnung .
Ich persönlich halte mich eher an 9mm PAK,ausprobieren musste ichs aber noch nicht.
Wenns neben an im Maisfeld grunzt und rüsselt,kann man schon mal die Buchsen voll haben (besonders nachts) ,da fühlt man sich mit was zur Selbstverteidigung in der Tasche einfach besser(selbstverständlich nur mit KWS) 

Gruß

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« Antworten #12: 20. Juli 2018, 20:32:11 »
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Schockiert  Grinsend  Grinsend  Grinsend  ein Erlebnis, einfach unvergesslich. Mein Kopfkino läuft auf hochtouren.

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« Antworten #13: 20. Juli 2018, 20:50:48 »
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Zitat:Geschrieben von (versteckt)
Milch und 100% Alkohol soll laut Internet helfen.




100% Alkohol wird wohl ähnliche Wirkung bei den Klößen haben
wie das Pfefferspray

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« Antworten #14: 21. Juli 2018, 08:39:07 »
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Grinsend;D  ich brech ab, sehr gut! Das ist schon ziemlich genial...Grinsend

Vielleicht hat das dich aber vor was anderen bewahrt, denk einfach so Zwinkernd glaub nicht das dir Pfefferspray noch hilft wenn ne aggressive Sau auf dich zugerannt kommt, vor allem im Maisfeld hättest ja eh nicht gemerkt wie dir geschieht.
Ich hab für solchen Fälle eine Schreckschuss mit  und selbst da scheiden sich die Geister ob das reicht für Säue, die kennen nur Angriff als beste Verteidigung.

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