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(versteckt)Themen Schreiber
#0
11. September 2020, um 17:43:53 Uhr

Hallo
Ich bin schon längere Zeit erfolglos auf der Suche nach vergrabenen Französischen Soldaten aus der Zeit um 1800. Aus Dokumenten ist nachzulesen wo ungefähr die Dorfbevölkerung die Toten begraben hat. Da das Gebiet extrem Steinig war und noch immer ist liegen die Skelette so zwischen 30 und 40cm unter der Erde. Das ist aber nicht belegt. Was wir Wissen es müssen Hunderte vergraben ( oder verbrannt) worden sein. Die Wiese und Wald ist aber so gross, dass ich unmöglich das ganze Gelände gezielt absuchen kann. Ich muss ja darauf hoffen einen Schädel mit Bleikugel oder andere Knochen Treffer zu finden.

Seit 10 Jahren null Erfolg. Knöpfe habe ich schon viele gefunden. Wir haben das Loch extra erweitert um eventuelle Knochen nicht zu übersehen. In alten Dokumenten habe ich gelesen die Bevölkerung habe die Franzosen meistens ausgezogen und sie Nackt vergraben. Da Kleider, Schuhe absolute Mangelware unter der Zivilbevölkerung war.

ich muss das anders angehen. Sollte ich eher Richtung Norden oder Osten von dem Gelände weitersuchen. Oder wurden die Toten dort wo sie starben einfach vergraben. Es wird immer wieder von Massengräbern geschrieben, wurden die gezielt dort begraben oder hat sich das einfach so ergeben.

Kann mir irgendwer weiterhelfen oder einen Tipp geben ? Ich bin für jede Hilfe sehr dankbar.

Gruss John

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#1
11. September 2020, um 17:50:37 Uhr

Ich würde die Toten ruhen lassen 

Gruß 
Lochauet

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#2
11. September 2020, um 17:55:33 Uhr

Also wenn es nach den Geschichten und Gerüchten in meiner Gegend geht, wurden sie im Wald begraben. Es gibt ja auch die sogenannten "Franzosenfriedhöfe". Leider ist das Waldstück, das bei mir in den Quellen genannt wird und wo sich auch ein großes Lager für 30.000 Mann befunden haben soll, heute eine Plattenbausiedlung (die größte Europas  Traurig ).

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(versteckt)Themen Schreiber
#3
11. September 2020, um 19:41:06 Uhr

Das Problem ist, dass der Wald damals fast vollständig abgeholzt wurde.

Die Toten ruhen lassen ist ja ok. Nur, wenn dort früher oder später eine Überbauung entsteht, wird es sicher nicht gemeldet, wenn man auf Knochen stösst.

Dann passiert genau was Du Jacza geschrieben hat.

Wüsste man wo sie liegen, kann man die Stelle zur gesperrten Zone machen. Wir wollen ja nicht alle Skelette ausgraben nur Wissen wo sie begraben sind.

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#4
11. September 2020, um 19:45:08 Uhr

Schau dir das Gebiet mal auf guugel erf an, eventuell sieht was Markantes

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#5
11. September 2020, um 20:06:48 Uhr

Man könnte das Gelände systematisch in einem Gitter ablaufen (z.B. 40m Abstand), so lässt sich ein größerer Fundplatz aufspüren, wenn es irgendwelche Hinterlassenschaften gibt.

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#6
12. September 2020, um 06:56:00 Uhr

Moin,

häufig erinnert der Flurname an das Massengrab. Das Grundstück wird kein privates Grundstück gewesen sein, sondern ein Grundstück der Gemeinde. Im Wald ein Massengrab auszuheben macht viel Arbeit, man wird eine Fläche gewählt haben wo es leichter geht. Oberhalb des Dorfes wird man es auch vermieden haben.

Viele Grüße und gut Fund aus Ostfriesland

Walter

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#7
12. September 2020, um 08:16:59 Uhr

Eine spannende Aufgabe. Natürlich geht die Ruhe der Verstorben voraus. Aus den genannten Gründen finde ich es aber sehr wichtig, die Forschung weiter voranzutreiben.

Hast du mal im Stadtarchiv oder Kreisarchiv nach alten Karten, Dokumentation gesucht? Das wäre meine erste Adresse. Alte Aufzeichnungen von Heimatforschern oder Gelehrten, die eventuell genau die Niederlegung skizziert, oder aufgeschrieben haben.

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#8
12. September 2020, um 09:29:23 Uhr

Unabhaegng von "richtig" oder "falsch" wuerde ich eventuell doch mal an verschiedenen Tagen (im Fruehjahr) eine Drohne einsetzen (lassen). Selbst ohne Bewuchsmerkmale bekommt man evtl bei tief stehender Sonne einen anderen Eindruck.



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#9
12. September 2020, um 10:16:14 Uhr

Oder einfach die Dorfbevölkerung ausfragen, solche Geschichten werden ja immer weitererzählt und bleiben im Gedächtnis.

« Letzte Änderung: 12. September 2020, um 10:18:22 Uhr von (versteckt) »

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#10
12. September 2020, um 11:08:28 Uhr

Ist ja soo lang auch noch nicht her, denke auch, das sich die Wald- oder Ackerbesitzer solche Infos weitergegeben haben. Vielleicht ist die genaue Position nicht mehr bekannt, aber so in etwa müssen die Positionen noch bekannt sein.

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(versteckt)Themen Schreiber
#11
12. September 2020, um 11:31:08 Uhr

Vielen Dank schon mal für eure Antworten. 
Ich hätte noch erwähnen sollen, ich mache das für das Amt. Also Offiziel um die Zonen wo die Gräber sind auf der Karte Rot zu markieren. Leider wenn gefunden für Sondlern ein no go! Karten und Infos habe ich alles vom Amt. Wir Wissen genau wo die Stellungen waren und wo gekämpft wurde. Ein Massengrab von Österreichern und Russen kennen wir und es ist auch geschützt.
Goggle Maps benutze ich auch. Habe die dunkleren Stellen zuerst abgesucht ohne Erfolg. Das mit einer Drohne werde ich in Betracht ziehen.
Die Wiesen ziehen sich sicher in der Länge auf 4 und 1 Kilometer Breite hin. Es sind mehrere Felder, teilweise schon in den 70 Jahren überbaut. Nie wurde was gemeldet oder Hinweise gegeben.
Flurnamen beachten wir auch, leider gibt es da keine Hinweise. 
Etwas weiter vom Geschehen weg wurde auch eine Nachtlang in einem kleinen Dorf gekämpft. Der dort anwesende Pfarrer hat im Kilchenbuch geschrieben die Franzosen seien nördlich neben den Friedhof bei der Friedhofsmauer begraben worden. Bei Erweiterungen Friedhof fand man einige Schädel. Das ist das einzige was wir genau Wissen.

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#12
12. September 2020, um 11:50:04 Uhr

Geschrieben von Zitat von John
Leider wenn gefunden für Sondlern ein no go!

Na das ist auch richtig so. Super Ich finde jedes Grab, ob Römer, Kelte, Franzose oder WK2 Soldat sollte für Sondler Tabu sein, ist mir sowieso unbegreiflich wie man sowas plündern kann. Traurig
Archäologen müssen auch nicht den 300. Kelten ausgraben, um ihn dann im Karton im Archiv zu lagern.

« Letzte Änderung: 12. September 2020, um 12:00:46 Uhr von (versteckt) »

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#13
12. September 2020, um 13:27:55 Uhr

Die Toten neben einem Friedhof zu begraben macht auch Sinn. Wie Walter schon sagte, wird es eine Fläche der Gemeinde sein und die landwirtschaftlich nicht genutzt wurde. Da müsste man mal die alten Flurkarten und Grundbücher genau studieren, welche Flächen in privatem Besitz waren, so konnte man es schon etwas einschränken.



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(versteckt)Themen Schreiber
#14
12. September 2020, um 15:35:04 Uhr

Genau das werde ich machen. Ich werde nächste Woche mich darum kümmern. Der meiste Boden gehörte damals der Kirche und den Gemeinden. Bauern hatten damals bei uns noch keine Grundrechte. Ich zeige später noch Bilder von dem Gelände.

Hinzugefügt 12. September 2020, um 16:05:38 Uhr:

Leider wird dieses Gelände in den nächsten Jahren mit einer Schnellstrasse (Umfahrung) überbaut. Planung steht.

Hinzugefügt 12. September 2020, um 16:09:58 Uhr:

Alles was Grün im Hintergrund ist war Kampfgebiet. und irgendwo dort müssten die Gräber auch sein.


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