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 Armbrustbolzen/Eisen Schwärzen Restaurieren

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Avatar  Armbrustbolzen/Eisen Schwärzen Restaurieren  (Gelesen 1012 mal)
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(versteckt)Themen Schreiber
#0
14. Februar 2021, um 16:27:38 Uhr

So, da hab ich mal das Schwarzbrennen probiert.

Nach dem Entsalzen und ständigem Abbürsteln ist das Eisen oft wieder im original hellen Zustand.

Das ist mir zu hell. Dieser Bolzen hatte keine Rostfräslocher-- Foto 1
 Ich möchte das Eisen dunkel, bevor ich es in Paraffin auskoche.

Ich habe jetzt das Schwarzbrennen mit Leinöl ausprobiert.
...wurde auch schon im Altertum verwendet und ist zusätzlich ein Rostschutz

Bolzen mit Leinöl eingepinselt und ab im Ofen.  Foto2
Hab ich 2 mal gemacht, jeweils 10 min haben locker gereicht

Bolzen Nr. 2 hatte schon Rost, die Rostbollen wurden ebengeschliffen und entsalzt.  Foto 3

Leinöl drauf und rein im Ofen
Nach 10 Minuten ist das Leinöl eingebrannt und der Bolzen ist schön gleichmäßig schwarz.
Hier ist er noch heiß  Foto 4

Danach wurden beide Bolzen in Paraffin ordentlich ausgekocht.
Das mache ich in einer alten Friteuse

Jetzt sind sie schön schwarz und haben meinen gewünschten Wachs-Look  Foto 5

Fazit:
Das Schwarzbrennen mit Leinöl geht recht schnell im Kachelofen.
Könnte mir das auch mit einem Bunsenbrenner vorstellen.
Kinderleicht und ohne Chemie wird das Ergebnis erreicht.

Schwarzbrennen kannst Du Googlen

Bitte um Verbesserungsvorschläge , Meinungen und so weiter...

Schönen Gruß
Findinix


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20210214_114756.jpg
20210214_121919.jpg
20210214_122637.jpg
20210214_124555 - Kopie.jpg
foto 2.jpg
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(versteckt)
#1
14. Februar 2021, um 17:56:12 Uhr

"Schwarzbrennen" Lächelnd  also Verbesserungsvorschläge hätte ich keine, sieht gut aus! Super 


Michel  Winken

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(versteckt)
#2
14. Februar 2021, um 18:15:30 Uhr

Sieht gut aus, manch Altes ist einfach bewährt Zwinkernd

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#3
14. Februar 2021, um 20:07:08 Uhr

Zitat: Sieht gut aus, manch Altes ist einfach bewährt

Richtig, hat aber auch seine Nachteile. Bei Vorderladerbausätzen haben wir die Läufe und andere Eisenteile so geschwärzt. Oder auch in Dunkelbraun. Mit der Zeit haben die Läufe und auch andere teile Flugrost bekommen. Ein ewiges einölen war also angesagt. Später haben wir brüniert, aber auch da mussten wir die Metallteile pflegen, besser gesagt einölen.
Achtung nie den Lumpen der mit Leinöl getränkt ist zu einem Knäuel (wie sagt man) zusammen drücken und in den Abfall schmeissen. ACHTUNG hohe Brandgefahr!!!!Teufel ist nicht zu unterschätzen[belehren]

Gruss John

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#4
14. Februar 2021, um 20:11:36 Uhr

Servas,

Schaut gut aus! Funktioniert das auch im normalen Backofen?

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(versteckt)
#5
14. Februar 2021, um 20:17:13 Uhr

Schaut gut aus! Funktioniert das auch im normalen Backofen?

Sicher, wenn Du die 200 Grad hinbekommst. Am besten mit Umluft, wenn dein Backofen das hat.

Offline
(versteckt)Themen Schreiber
#6
14. Februar 2021, um 20:33:32 Uhr

Das steht in Wikipedia

Eine bei eisernem Kochgeschirr und bei Schmiedeprodukten verwendete Methode zur Verminderung der Anfälligkeit gegen Korrosion ist das Abbrennen von Sie haben nicht die Berechtigung Links zu sehen.
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Leinöl
auf der Eisenoberfläche, das auch als Einbrennen oder Schwarzbrennen bezeichnet wird. Dazu wird das Metall zwischen glühenden Kohlen erhitzt und dann mit Leinöl abgeschreckt. Alternativ kann auch das Öl zuerst aufgetragen und der Gegenstand dann erhitzt werden. Gewöhnlich sind mehrere Durchgänge erforderlich, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Die Temperatur soll etwa 400 °C bis 700 °C (dunkelrot) betragen. Das Öl raucht dann beim Auftragen sichtbar ab.
Ähnliche Verfahren unter Verwendung von Leinöl sind der Sie haben nicht die Berechtigung Links zu sehen.
Registrieren oder Einlogen
Firnisbrand
von Kupfer und Kupferlegierungen und das Sie haben nicht die Berechtigung Links zu sehen.
Registrieren oder Einlogen
Patinieren
von Aluminium bei Temperaturen von bis zu 400 °C.

Also rotglühend war der Bolzen auf keinen Fall bei mir.
Er lag in der Glut, ich hatte ihn beim zweiten Mal mit der Zange rausgeholt und nochmal eingepinselt.
Das Öl ist sofort ganz brutal weggeraucht:-[
Gott sei dank war meine Frau nicht da....in der Wohnung....
Gruß
Findinix

Hinzugefügt 14. Februar 2021, um 21:05:54 Uhr:

Servus John

Hab nach dem Paraffin kochen keine Bedenken wegen Flugrost.

Die Bolzen, die früher schlampig bearbeitet wurden liegen schon Jahrelang in der Vitrine.
Vielleicht ist das mit Waffen a bisserl anders

« Letzte Änderung: 14. Februar 2021, um 21:05:54 Uhr von (versteckt), Grund: Doppel-Beitrag zusammengefasst »

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(versteckt)
#7
14. Februar 2021, um 21:45:03 Uhr

Schönes Ergebnis.

Wer nicht kochen will, sein Eisen aber dennoch schwärzen möchte, kann auch mit Tannin arbeiten. Tannin schützt ebenfalls vor Rost.

Viele Grüße, 
Günter

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#8
14. Februar 2021, um 22:11:44 Uhr

Vielleicht ist das mit Waffen a bisserl anders

Stimmt, hast Recht. Mit denen waren wir im Schiesstand und haben sie natürlich mit den Dreckpfoten angefasst oder auch mal unsanft hingelegt.



Gruss

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(versteckt)
#9
14. Februar 2021, um 22:20:47 Uhr

Ich frage mich ja, ob ich das mit meinem Heißluftfön auch hinkriege. Bis 600 Grad schafft der ja.

Viele Grüße, 
Günter

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#10
15. Februar 2021, um 12:30:13 Uhr

Denke das müsste gehen. Dem Objekt ist es vermutlich egal wie es erhitzt wird. 
Kannst ja mal an einem Stück Eisen üben. Aber Vorsicht mit dem Leinöl getränkten Lappen. Die entzünden sich wirklich schnell.
Gruss

Hinzugefügt 15. Februar 2021, um 12:30:17 Uhr:

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(versteckt)
#11
15. Februar 2021, um 12:38:18 Uhr

Ist das das Leinöl dass man für den Salat und zum kochen nimmt?

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(versteckt)
#12
15. Februar 2021, um 14:29:05 Uhr

Jep, das ist es.

Ich kenne das Schwarzbrennen aus dem Maschinenbau, Brenner an und irgendein Öl dazu hergenommen Lächelnd

Mir fällt da noch ein, es gibt da ne Flüssigkeit zum Kaltbrünieren

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(versteckt)
#13
06. April 2021, um 20:10:43 Uhr

Servas findnix,

I habs probiert und es ist sensationell!

Klasse Methode!

Offline
(versteckt)Themen Schreiber
#14
07. April 2021, um 06:12:42 Uhr

Servus Dr.Duran

Gell, ist extrem einfache Methode.

Vielleicht können wir den Bolzen mal sehen...
Grüsse

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