Der einzige Weg, einen mehrheitlich anerkannten Sondengängerverein zu gründen
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Offline (versteckt)Themen Schreiber
« Thema begonnen am: 26. Oktober 2012, 12:37:14 »
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Vorweg: Ich wollte dies eigentlich im Thread "Fundeposten im Internet" veröffentlichen - allerdings würde er da sicher untergehen.


Ausnahmslos ALLE mittleren und größeren Unternehmen und Interessenverbände sammeln sich in Lobbyverbänden, um bei Gesetzesentwürfen und -beschlüssen Einfluss in die für sie günstige Richtung nehmen zu können.

Beispielsweise haben die Biker unter uns eine sehr große Lobby, z.B. der ADFC. Ohne solchen Rückhalt und Lobbyarbeit wäre längst eine Helmpflicht für Biker (grausam) oder das Mountainbiken im Wald verboten - die Vorstöße aus der Politik gab es in den letzten Monaten deutlich. Es gibt zu einer Meinung immer eine Gegenmeinung - zu einem Interessenverband immer eine gegenteilige Interessenvereinigung. In dem Beispiel waren es die Politiker, die sich durch mehr Sicherheit im Straßenverkehr auszeichnen wollten oder Förster, Waldspaziergänger, oder vielleicht auch die Helmindustrie, die durch eine Helmpflicht wahrscheinlich dreimal so viele Helme verkaufen könnte.

Letztlich wurden all diese Vorstöße zerschmettert, obwohl man diese Lobby der Biker überhaupt nicht sieht - im Hintergrund werden unzählige Fäden gesponnen, die für das Ergebnis letztlich gesorgt haben.  Super

Man kann es sich mit einem Bettler vorstellen: Gebe ich Ihm 10 Cent, rollt er vielleicht mit den Augen. Gebe ich Ihm einen Euro, lächelt er. Gebe ich Ihm 10 Euro, wird er aufstehen und mich umarmen.

In der Politik ist es natürlich nicht anders, auch wenn man das nicht in aller Deutlichkeit sagen will. Wer die Kapelle bezahlt, bestimmt die Musik. Und das Geld wird leise übergeben (Parteispenden), während die anschließende Musik sehr laut ist.

Was ich damit sagen will, auf lange Sicht kann es mit dem Hobby nur gut gehen, wenn man sich zu einem großen Verein zusammenschließt, und Gesetze, die Bevölkerung in seine Richtung (und wenn es nur stückweise ist) beeinflusst.

Ausgangspunkt für einen Verein und Austreten aus der Anonymität kann nur schrittweise erfolgen. Als Ausgangspunkt sehe ich einen Prozesserfolg, an dem sich eine Vereinsgründung anschließen kann:

Die einzige Möglichkeit in naher Zukunft einen Verein mit der Mehrheit der Sondler hochzuziehen, dürfte in einer Klage für die Sondengänger zu sehen sein.
Ich möchte, dass endlich jemand gegen die Denkmalschutzbehörde / das Bundesland wegen des SR oder unerlaubter Suche klagt und das notfalls bis in höhere Instanzen durchzieht. (Wobei bei guter Argumentationsführung der Drops in erster Instanz gelutscht sein sollte) Walter Franke hat hierfür in der Vergangenheit einige interessante Beispiele genannt - wenn sich einer traut, dem das Land Hessen aufgrund des SR einen Fund eingezogen hat (das Beispiel war es glaube ich)

Für einen Prozess sollte ein Fonds eingerichtet werden, indem man ,gerne auch, anonym spendet - wenn jeder von uns, sagen wir mal, 2 € im Monat spendet (oder einmalig 10€), können die Gerichts- und Anwaltskosten des Klägers locker beglichen werden. (Bei Prozessgewinn nur Anwaltskosten!) Rechnet dies mal für 200 wirklich interessierte Sucher aus, die wir hier schnell haben werden. Die Fondsführung sollte ehrenamtlich erfolgen und, auch wichtig, sollte es keinen Prozess geben, dass man das Geld notfalls zurückgeben kann. Der Spender also einen Anreiz hat zu spenden, denn er kann hierbei nur gewinnen!

Dieser informelle und eben auch anonyme Fonds kann dann bei erfolgreicher Klage ausgeweitet werden, gerne auch zum Verein. Wenn es dann nach der Klage "legal" ist, also höchst richterlich, sondeln zu gehen, bzw. im Maximalfall ein SR abgeschafft würde, werden immer mehr Sondler aus der Anonymität austreten, da sie keine Folgen zu befürchten haben.
Die Detektorhändler (vorallem der XP-Generalimporteur) haben natürlich ein ebenso großes Interesse, da bei offiziell legalem Hobby die Detektorverkäufe zunehmen werden - diese werden sich selbstverständlich mit einem größeren Beitrag einsetzen, da sie den x-fachen Wert bei erfolgreichem Prozess wiedererhalten.

Damit hätte man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Mit jedem Stück mehr Legalität öffnen sich die Sondler und die Bereitschaft steigt, in einen Verein beizutreten, der dafür gesorgt hat, dass Sondeln legal ist bzw. im Extremfall, dass das SR abgeschafft würde.

Die Frage für uns ist ja: Warum sollte ich in einen Verein eintreten? Er sollte zu einem großen Teil meine Interessen vertreten und für mich in bedeutenden Fragen auftreten. Dieser Verein kann das Vertrauen (auch meines) nur gewinnen, wenn er sich für meine Rechte einsetzt. Wichtig wäre auf jeden Fall zu Beginn klar festzulegen, was man in etwa erreichen will, damit sich möglichst frühzeitig viele angesprochen fühlen.

Meine Ziele sind beispielsweise:
- Offenlegung aller Bodendenkmäler und Einsichtnahme in diese Liste ohne Begründung, am besten à la Bayernviewer
- Sondelerlaubnis dem Staat nach auf allen Flächen außer Denkmälern und Grabungsschutzgebieten
- Absolutes Sondelverbot auf Denkmälern und GSG
- Sondelerlaubnis dem Eigentümer nach muss man sich natürlich selbst besorgen, sprich, den Landwirten fragen
- Keine Enteignung mehr von Funden, hadrianische Teilung nach §984 BGB. Sollte es sich um einen wirklichen Schatz handeln: Englisches Prinzip. Staat hat Ankaufsrecht, der Sucher wird aber (zusammen mit dem Bodenbesitzer, indem der Schatz entdeckt wurde) voll ausbezahlt


Sollte sich der Verein dafür einsetzen, dass man im Wald bspw. nicht sondeln dürfte, würde ich mit dem Verein nix zu tuen haben.


Dieser Thread dient als Anregung und sollte diejenigen ermuntern, einen Prozess anzustrengen bzw. den Denkprozess in diese Richtung anzukurbeln. Meiner Meinung nach geht es in dem speziellen Fall der "Schatzsucher" nicht anders.
Auch will ich Herrn (Graf zu Schaumburg-Lippe? Der Name fällt mir spontan nicht ein) erwähnen, der ein Verbot bzw. Unrechtmäßigkeit des Schatzregals früher schon testiert hat.


Es bestehen gute Chancen, die Gesetze und Urteile in unsere Richtung zu gewinnen und zu verankern - wir sollten uns damit auseinandersetzen, denn unser Vertrauen in einen etwaigen Verein kann durch einen erfolgreichen Prozess und eine sehr kleine Spende (im Verhältnis zum möglichen Gewinn) Schritt für Schritt gewonnen werden.

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« Antworten #1: 26. Oktober 2012, 12:48:53 »
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Voll deiner Meinung, Ernte. So ein Rechtshilfefonds ist überfällig. Ich wäre sofort dabei!
Grüße
Jürgen
PS: Lass uns die Kriegskasse füllen. Und ab durch die Mitte. Diese freiwillige Illegalisierung geht mir auf den Senkel. Zwinkernd

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« Letzte Änderung: 26. Oktober 2012, 12:53:44 von (versteckt) »
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« Antworten #2: 26. Oktober 2012, 12:53:49 »
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Moin,

der Graf zu Schaumburg Lippe heißt Ralf Fischer zu Cramburg.  Zwinkernd


Viele Grüße

Walter

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« Antworten #3: 26. Oktober 2012, 13:04:35 »
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Zitat:Geschrieben von (versteckt)

Für einen Prozess sollte ein Fonds eingerichtet werden, indem man ,gerne auch, anonym spendet - wenn jeder von uns, sagen wir mal, 2 € im Monat spendet (oder einmalig 10€), können die Gerichts- und Anwaltskosten des Klägers locker beglichen werden. 



wenn du da Auge drauf hast wär ich auch dabei !

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« Antworten #4: 26. Oktober 2012, 13:30:51 »
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würde mich hier auch sofort anschließen.
mach da ja schön weiter

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« Antworten #5: 26. Oktober 2012, 13:42:58 »
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ich wäre auch dabei!

aber wenn das so einfach ist warum ist noch nie was in dieser richtung geschehen? ist denn etwas aus dem dachverband geworden?

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« Antworten #6: 26. Oktober 2012, 13:55:51 »
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Zitat:Geschrieben von (versteckt)
aber wenn das so einfach ist warum ist noch nie was in dieser richtung geschehen? ist denn etwas aus dem dachverband geworden?


Moin,

aus dem Verband ist nichts geworden. Wir hatten die Ziele abgesteckt und eine Satzung erarbeitet, aber dann wurde der Antrag auf Einführung eines SR in Bayern zurückgenommen und damit erstarb auch das Interesse. Für die Vorstandsarbeit erklärte sich kaum jemand bereit und ohne Leute, die sich einbringen und auch Ihre Arbeitszeit zur Verfügung stellen geht es nicht.

Viele Grüße

Walter

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« Antworten #7: 26. Oktober 2012, 14:02:14 »
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also ich denke,.dass es eine sinnvolle Sache ist und finanziell keinen ruiniert(was im Alleingang passieren Könnte).

Ich bin Sofort dabei und wo ich helfen kann helfe ich auch...

Gruss dr.Cox

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« Antworten #8: 26. Oktober 2012, 14:04:22 »
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Ich denke, wir sollten die Diskussion über eine Vereinsgründung verschieben. Bringt uns doch an dieser Stelle nicht weiter. Einen Fonds zu gründen, steht jetzt an. Nicht mehr und nicht weniger. Wer hat Erfahrung damit?
Grüße
Jürgen

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« Antworten #9: 26. Oktober 2012, 14:11:27 »
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Hallo,sehr nette Idee.wäre auf jeden Fall dabei.Beziehst du deine Aussage nur auf ein bestimmtes Bundesland oder auf die ganze BRD???.

Mfg Marco

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« Antworten #10: 26. Oktober 2012, 14:13:50 »
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@walter: danke für die info!

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« Antworten #11: 26. Oktober 2012, 14:13:55 »
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Zitat:Geschrieben von (versteckt)
Moin,

aus dem Verband ist nichts geworden. Wir hatten die Ziele abgesteckt und eine Satzung erarbeitet, aber dann wurde der Antrag auf Einführung eines SR in Bayern zurückgenommen und damit erstarb auch das Interesse. Für die Vorstandsarbeit erklärte sich kaum jemand bereit und ohne Leute, die sich einbringen und auch Ihre Arbeitszeit zur Verfügung stellen geht es nicht.

Viele Grüße

Walter



@ Walter

meine Spende für TE kannst Du für das neue Projekt einsetzen.

Cannonball

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« Antworten #12: 26. Oktober 2012, 14:27:01 »
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Der von dir aufgezeigte mögliche Weg, Ernte AG, hört sich schlüssig an. Zumindest nach bestehender Rechtslage könnte man für mehr Rechtssicherheit und -klarheit sorgen, ohne immer über die Verunsicherungspropaganda seitens bestimmter "Kulturhüter" jammern zu müssen.
Allerdings müssten dann 16 Entscheidungen aller Länder erfolgen, sei es beim jeweiligen höchsten Landesverwaltungsgericht oder BVerwG, und das zunächst nur hinsichtlich denkmalrechtlicher Natur. Das könnte - abgesehen von der Anzahl der Verfahren, die ein wenig abschrecken kann - klappen. Vergleichbare Ländergesetze könnten gar die Anzahl der Prozesse verringern...

Bzgl. der Abschaffung des Schatzregals teile ich deinen Optimismus leider nicht. Allein in BVerfGE 78, 205 siehst du das Schatzregal in Deutschland de facto zementiert: "Die Länder können bestimmen, daß kulturhistorisch oder wissenschaftlich bedeutsame Funde, die herrenlos sind oder deren Eigentümer nicht ermittelt werden kann, mit ihrer Entdeckung in das Eigentum der öffentlichen Hand fallen. Ein solches Schatzregal im Dienste des Denkmalschutzes verstößt weder gegen Art. 14 GG noch gegen andere verfassungsrechtliche Bestimmungen." Da bleibt nur noch der EuGH. Die "Eigentum verpflichtet"-Komponente des Art. 14 GG (Zugeständnis an Sozialisten / Sozialdemokraten bei der Verfassung des GG) wird immer so ausgelegt, wie es dem Staat gerade passt (Vergessen wird oft, daß das Volk der Souverän im Staat ist, nicht die Parteien oder Konzerne). Auch wenn die deutsche Gerichtsbarkeit im Vergleich zu anderen Ländern noch einigermaßen gut da steht, wird sie nicht unbedingt gegen den Staat urteilen - v.a. dann nicht, wenn es ums gute Geld geht (siehe ESM).


Grüße und Gut Fund!

Sargon

Nachtrag: Natürlich könnte man das Schatzregal beseitigen, v.a. durch gute Lobby-Arbeit, die in einer Gesetzesänderung mündet. Oben beziehe ich mich nur auf die Erfolgsaussichten, das Schatzregal, wie es z.Zt. in den meisten Ländern vorliegt, gerichtlich zu Fall zu bringen. Und ja: einen Verein (ähnlich positioniert wie in England) befürworte ich eindeutig!

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« Letzte Änderung: 26. Oktober 2012, 14:34:03 von (versteckt) »
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« Antworten #13: 26. Oktober 2012, 14:28:06 »
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Ich würde mich anschließen

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« Antworten #14: 26. Oktober 2012, 14:29:51 »
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Klasse Idee.. wäre auch dabei..mit spende auch .. wenns sein muss jeden Monat 10 euro  Zwinkernd

greez Benny  Winken

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