Signalpfeifen der alten Armee bis 1918 gehörten nicht zur persönlichen Ausrüstung und wurden nicht von der
Kammer ausgegeben ! Obwohl wenige Stücke bekannt sind, allesamt Messingpfeifen mit Abnahmestempel der
Armee (Krone u. Buchstabe). Vermutlich nur für Etatmäßige Feldwebel (Portepee Uffz.) als Offz. Stellvertreter
ausgegeben. Trillerpfeifen für den Dienstgebrauch mussten also Privat beschafft werden.
Um zu verstehen, wieviel dieser Signalpfeifen allein bei der Armee gebraucht wurden, muß man das Verhältnis
der Mannschaften zu Uffz. sehen. Das Verhältnis bis zum Kriegseintritt 1914 war ca. 6:1 bei ungefähr 800.000
Soldaten. Nach der Mobilisierung bei Kriegsausbruch 1914 verschob sich das Verhältnis auf ca. 3:1 bei 3,8 Mio.
Soldaten. Vermutlich sind 1,5 Mio. Pfeifen während des Krieges verloren gegangen und wegen Defekte ausgefallen.
Nicht nur beim Militär wurden die Trillerpfeifen benötigt, Polizei, Bahn, Jagd u. Forst, Hundeführer-Staffeln, Feuer-
wehr und jede Menge privater Hundebesitzer und Privatpersonen für sportliche Aktivitäten haben sie benutzt.
Wenn man überschlägig mal schätzt, wieviel Pfeifen nur in dieser Zeitspanne hergestellt wurden und auf wieviel
Hersteller diese Zahl wohl verteilt ist, jeder hatte auch noch sein eigenes Design, dann kommt man schnell
zu der Erkenntnis, das nicht alles eine "Militär-Trillerpfeife" sein kann.
Das ist nur für den Militariahandel eine verkaufsförderne-Geschichte die auch einen relativ hohen Preis erklären
soll.
Grüsse.










