Armes Bayern! IMO kann man halt nicht so ein Schatzregal einführen, gleichzeitig weiterhin völlig unreguliert Hinz und Kunz überall suchen lassen und an das Gute im Menschen glauben. Und IMO hätte man auch die Ackersuche von jeher fördern und die Suche auf ungestörtem Boden oder im Wald untersagen oder halt entsprechend regulieren sollen – und nicht nur darum bitten, das zu unterlassen. Aber der Zug ist irgendwie abgefahren. Eine ungefähre Angabe, was man nun zu melden hat, wäre auch interessant, wenn man schon so etwas einführt. Aber das sieht ja wohl auch wieder jeder Kreisarchäologe anders?
Bei der Sucherei sitzen auch immer zwei im Boot: der Sucher und der Grundeigentümer. Der Grundeigentümer ist oft der Bauer. Vom Denkmalamt will der normalerweise garantiert nichts wissen. Ich hatte, als ich noch gesucht habe, mal einen Bauern, zu dem ich nach der Suche noch einmal auf den Hof bin, weil ich ihm eine Erkennungsmarke zeigen wollte. Dem standen fast die Haare zu Berge, als er mich sah. Erleichterung machte sich breit, als er das Teil sah. Er sagte so etwas wie: „Mei, Gott sei Dank! Ich dachte schon, du hast irgendwelche Pfeilspitzen oder so was gefunden.“
Also ein 1600er-Kreuzer oder so fällt in Bayern unters Schatzregal, ja? Wenn ich den nun unterschlagen würde, ihn aber gleichzeitig dem Bauern zu seiner Kenntnisnahme vorlege oder ihn ihm gar überlasse, dann mache ich diesen auch meldepflichtig bzw. der Unterschlagung schuldig? Es ist alles so schlimm.
Drei Jahre gibt es das Schatzregal nun in Bayern. Nie habe ich mal einen Forumsbericht oder dergleichen irgendwo gelesen, ob mal jemand was zurückbekommen hat oder ob das mit dem „landet auf Antrag bei der Gemeinde in der Vitrine“ funktioniert. Vermutlich liegt das an Drusus' Punkten 2 und 3? Oft liest man ja von Suchern, dass man ja praktisch nur fürs Gemeinwohl unentgeltlich sucht. Man rettet das Kulturgut. Man hält sich stets ans Gesetz oder irgendeinen Kodex. Wenn man dann aber plötzlich nicht mehr für die eigene Vitrine suchen kann wirds plötzlich ganz still.
Ich habe das ja schon mehrmals erwähnt, aber jetzt noch mal für Dekarius: solange man in Bayern bei nahezu jedem Fund ersatzlos enteignet wird, lediglich für wirklich seltene Funde ein "Butterbrot" bekommt und zuvor seine kostbare Zeit und obendrein sein eigenes Geld (Ausrüstung, Benzin, Versand ans Amt etc.) opfern musste, sehe ich für die einheimischen Sondengänger nur drei Möglichkeiten: 1. man ist hoffnungsloser Idealist und gibt Alles für die Denkmalpflege. 2. man hört mit dem Hobby auf. 3. man begeht Straftaten, indem man einfach nichts mehr meldet (Unterschlagung).
Ich persönlich gehöre zu Gruppe 2 und mir ist niemand aus Gruppe 1 bekannt. Die Gesetzesänderung sieht mir also nicht nach einem Gewinn für die Allgemeinheit bzw. die Archäologie aus.
Auch ich bin im Bereich des LWL (NRW) unterwegs. Wenn ich lese, was in einigen anderen Bundesländern los ist, kann ich für OWL nur sagen: Man bekommt kaum einfacher eine Genehmigung: 1 "Bewährungsjahr" auf bestimmten angemeldeten Flächen, dann 5 Jahre Verlängerung für alle (auch ehemalige) Äcker und für Bodenaushub.
Meine erste Fundsammlung ist vor einigen Tagen wieder zurück gekommen- fast fristgerecht nach 6 Monaten. Im Gespräch mit Hrn. Lehmann kam ich mir ernst genommen vor, nicht als "lästiger Bittsteller". Sowohl das Gesetz als auch der Umgang damit ist meinem Empfinden nach vorbildlich.
Hallo Forum, ich habe einen Nummernknopf gefunden, der wohl in der Wehrmacht getragen wurde. Ich wüsste allerdings auch gerne den Hersteller: Auf der Rückseite ist außer der Prägung "5.82" (ev. fehlen Zahlen) auch ein (Firmen?-)Logo und ein Kreis mit vermutlich "R7" oder ähnlich eingestempelt.
Kann jemand den Hersteller identifizieren? Gibt es - ähnlich wie bei Uhrenfabrikanten - eine Seite, auf der die Firmenlogos nachgeschlagen werden können? [ Anhang: Sie können keine Anhänge ansehen ] [ Anhang: Sie können keine Anhänge ansehen ]
Trotz der vielen guten digitalen Detektoren bin ich ein Fan der analogen Detektoren geblieben. Ich würde mir sofort einen modernen analogen Detektor auf Basis vom GMP kaufen. Wenn ich vergleich hab ich mit dem GMP die besten Funde gemacht.
Eben, selbst ein Simplex und ein X-Terra Pro dreht ja offensichtlich Kreise um den Icon. Die Suchleistung ist einfach sowas von grottenschlecht, wie wir sie seit Jahren nicht mehr bei Neugeräten erlebt haben.
Geschrieben von Zitat von sondler67 Moin Man darf aber auch nicht vergessen das der Icon /Icon X ein Einsteigergerät ist!
Dann muss er sich aber auch mit Geräten in dieser Preisklasse messen lassen und selbst das sehe ich mittlerweile kritisch, bin wirklich gespannt was die ersten hier neutral berichten werden.
Geschrieben von Zitat von MichaelP kostet aber Geld
Was nicht schlecht sein muss, dann wird genau geguckt, was angekauft wird. Nicht wie jetzt z.B. beim sächsischen Schatzregal, wo jede MA Münze auf nimmer wiedersehen in den Archiven verschwindet.
Geschrieben von Zitat von Jäger1 Ideal wäre wohl das englische System.
Das Englische System "Treasure Act 1996" kostet aber Geld und das haben die vom Denkmalamt eher weniger. Für mich ist das auch einer der Gründe warum die Hadrianische Teilung in ein Schatzregal umgewandelt wurde.
Moin Man darf aber auch nicht vergessen das der Icon /Icon X ein Einsteigergerät ist! Wenn der die gleiche Leistung wie der Deus 1 oder Deus 2 hätte ,würde sich ja keiner mehr den Deus 2 kaufen;) Und von YT Videos..na ja,ob man das immer alles glauben kann oder soll ? Ich mache da lieber meine eigenen Erfahrungen und gut..